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Fallersleben Geschäftsleute rufen um Hilfe
Wolfsburg Fallersleben Geschäftsleute rufen um Hilfe
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23:52 11.04.2018
Unübersichtlich: Fußgänger wissen nicht mehr, wo sie die Straße überqueren sollen. Und Autofahrer suchen nach Parkplätzen. Quelle: Roland Hermstein
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Fallersleben

Der Abriss des Volksbank-Gebäudes in Fallersleben schreitet voran. Seit Montag bis voraussichtlich zum 20. April ist die Bahnhofstraße gesperrt. Es rumort. Geschäftsleute wünschen sich bessere Absprachen: Ersatz für Parkplätze, Aufhebung der Einbahn-Regelung zwischen Denkmalplatz und Westerstraße und mehr Sicherheit.

Halteverbot: Wegen der Baustelle gesperrte Parkplätze verschärfen die laut Geschäftswelt sowieso schon kritische Situation in Fallersleben zusätzlich. Quelle: Roland Hermstein

Besonders beunruhigt ist Mauro Bizarro vom Eiscafé San Marco. Er berichtet, dass Ziegel auf die Straße gefallen seien, und hat Angst, dass noch mehr Staub seinen Gästen den Cappuccino ganz vermiesen könnte. Bau-Gitterzäune reichten zum Schutz nicht aus, kritisiert er. Ganz abgesehen von wegfallenden Parkplätzen und der unübersichtlichen Verkehrsführung für Fußgänger, die sich jetzt zwischen den Café-Tischen hindurchschieben. „Ich bin hier seit 40 Jahren. Das ist der absolute Tiefpunkt“, sagt Bizarro. Hinzu kommt: Er hat gerade renoviert und kann finanzielle Einbußen gar nicht gebrauchen.

“Der absolute Tiefpunkt“: Mauro Bizarro fürchtet, dass Staub und Lärm noch zunehmen. Quelle: Roland Hermstein

Claudia Kayser, Direktorin der Volksbank, versichert, die Baustelle sei abgesichert und Ziegel, die zurzeit abgenommen werden, würden nach innen gereicht. Um Staub zu vermeiden, sei später „Benässung der Bauteile“ geplant.

Trotzdem gebeutelt ist Frauke Bohr (Goldspross) in der Bahnhofstraße: Nebenan laufen noch Bauarbeiten auf dem Areal der ehemaligen Handarbeitsquelle, gegenüber geht es jetzt von vorn los. „Passanten schauen nicht mehr in Schaufenster, sondern nur noch danach, wie sie sicher durchs Baustellengewirr kommen“, sagt sie, „aber wir beißen die Zähne zusammen.“

Das wollen Martina Großkopf (Schreibwaren) und Susanne Kucharzik-Harris (Kaufhaus Biewendt) ebenfalls. Doch sie fordern auch Maßnahmen von Politik und Verwaltung – und zwar so schnell wie möglich. Gemeinsame Forderung: Aufhebung der Einbahnstraßen-Regelung am Zunftbaum und Entfernung der Poller, zumindest während der Bauzeit, die sich bis 2019 ziehen wird. Das aber sei nicht möglich, sagt Stadtsprecher Ralf Schmidt. „Es würde zu einer unverhältnismäßigen Beeinträchtigung der Fußgänger führen und wäre mit dem verkehrsberuhigten Bereich nicht vereinbar.“

Wunsch der Geschäftsleute: Wenigstens vorübergehend sollten die Poller wieder verschwinden und die Einbahnstraßenregelung aufgehoben werden. Die Verwaltung ist dagegen. Quelle: Roland Hermstein

Immerhin eine kleine, vorübergehende Verbesserung gibt es für Menschen mit Rollatoren oder Kinderkarren in Höhe des Blumengeschäfts „Der Holländer“ auf der Marktstraße. Dort haben Bauarbeiter auf Bitte der Verkäuferin Berit Mertens mit Teer eine kleine Rampe am Bordstein angelegt.

Vorübergehend gesperrt: Die Bahnhofstraße ist noch bis zum 20. April dicht, der Bürgersteig an der Volksbank vermutlich immer mal wieder bis zur Eröffnung des Neubaus im Herbst 2019. Quelle: Roland Hermstein

Von Andrea Müller-Kudelka

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