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Fallersleben Gelb-Rot-Schwarz: Deshalb ist das neue Ausstellungsstück im Hoffmann-Museum „falsch herum“
Wolfsburg Fallersleben Gelb-Rot-Schwarz: Deshalb ist das neue Ausstellungsstück im Hoffmann-Museum „falsch herum“
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07:00 28.11.2018
„Die Fahne auf den Kopf gestellt“: Die Künstlerin (li) überreichte das Werk an Museumsleiterin Dr. Bettina Greffrath. Quelle: Sebastian Bisch
Fallersleben

Falsch herum: Künstlerin Irene Heimsch hat dem Hoffmann-Museum eine Tafel mit Barbiepuppen in Gelb, Rot und Schwarz übergeben. Die Installation ist aus ihrer Beschäftigung mit der Deutschlandfahne entstanden – und aus ihren Schwierigkeiten damit.

„Fahnen sind Männersache“

„Ich habe eine große Abneigung gegen Fahnen“, erklärte Heimsch bei der Übergabe. Schon seit ihrer Kindheit verbinde sie die Banner mit Lärm und kriegerischen Märschen. Und noch etwas stört sie an Flaggen im Allgemeinen: „Fahnen sind Männersache: Frauen nähen sie, Männer tragen sie.“ So will sie mit ihrem Kunstwerk auch den Diskurs zur Gleichberechtigung weiter anregen – „die es in vielen Bereichen noch nicht gibt.“

Diese Absicht erklärt die Barbie-Puppen, aber noch nicht die umgekehrte Farbfolge. Die ist zur Hälfte einer historischen Betrachtung entsprungen, schließlich standen bis zum Hambacher Fest 1832 zwar die Farben der Flagge fest, nicht aber ihre Anordnung. Den Ausschlag gab allerdings eine ganz persönliche und ästhetische Entscheidung: „Für mich müsste das Helle oben sein“, erklärt Heimsch. „es sei denn, man will einen schwarzen Himmel.“

Das neue Ausstellungsstück bereichert jetzt die Vitrinenwand

All solche Überlegungen wird das Kunstwerk ab jetzt wohl auch bei den Besuchern des Hoffmann-Museums anregen. Die Tafel mit den Barbies steht in einem von 20 Setzkästen zum Thema Deutschland, umgeben von Berliner Mauerresten, dem Grundgesetz und dem Sandmännchen. Bald soll eine Info-Mappe daneben liegen.

Bei aller Kritik an der deutschen Flagge bleibt Heimsch aber versöhnlich. Eine neue Fahne für Deutschland würde sie nicht wollen. „Man kann sie schon so lassen“, findet sie. „Ich würde nur sagen, man sollte sie umdrehen.“

Von Frederike Müller

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