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Furcht im Asylheim: „Was passiert als nächstes?“

Wolfsburg-Fallersleben Furcht im Asylheim: „Was passiert als nächstes?“

Von Normalität kann keine Rede sein. Zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren gab es eine Bluttat mit einem Toten im Asylbewerberheim in der Hafenstraße in Fallersleben. Viele Bewohner hätten Angst, sagt Alain (27) aus Burundi: „Was passiert als nächstes?“

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Hier wohnte das Opfer: Asylbewerber Alain zeigt das versiegelte Zimmer des erstochenen Kameruners.

Quelle: Ulrich Franke

2014 wurde Stanly U. (31) aus Nigeria erschossen, Freitagnacht starb ein Kameruner (33) durch Messerstiche. Das Opfer kannten die Nachbarn unter dem Namen Jerry - ein Nickname, ein Spitzname, wie er unter Flüchtlingen üblich ist. Alain kannte Jerry, oberflächlich zumindest, man grüßte sich. Die beiden Tatverdächtigen, die wieder auf freiem Fuß sind, kennt Alain besser. Dass die Männer aus Ghana (40) und Zimbabwe (37) einen aus ihrer Mitte erstochen haben sollen, kann sich Alain nur schwer vorstellen. „Niemand weiß, was wirklich passiert ist“, sagt er. „Aber ich glaube eher, es war jemand von draußen.“

Auf den Sicherheitsdienst ist er in diesem Zusammenhang nicht gut zu sprechen. Die Security habe Kameras und dennoch nichts mitbekommen, schimpft er: „Dabei ist das ihr Job.“ Hat sonst niemand etwas mitbekommen, wo es doch laute Schreie des Opfers gegeben habe? „Hier nicht“, sagt Alain und meint damit das Haus Nummer 30. Dort, im ersten Stock über ihm, geschah die Bluttat. Dann habe sich das Opfer zum Büro der Security ins Haus 28 geschleppt - erst dort sei er gefunden worden. Hinterlassen habe Jerry eine lange Blutspur zwischen den Häusern.

Nach zwei Toten in zwei Jahren ist Alain nicht mehr der, der er vorher war. Er habe „pain in my heart“, sagt er. Sein Herz schmerzt - so geht es wohl vielen dort.

fra

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Tötungsdelikt im Asylbewerberheim Fallersleben: Ein Mann aus Kamerun (33) wurde erstochen.

Der Kameruner (33), der in der Nacht zu Freitag im Asylheim in Fallersleben umgebracht worden war, starb durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper. Ermittler stellten die Tatwaffe sicher. Zwei Verdächtige (37/40 Jahre) sind wieder auf freiem Fuß - die Staatsanwaltschaft sieht „keinen dringenden Tatverdacht“.

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