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Flüchtlingsunterkünfte: Keine steigende Kriminalität

Wolfsburg-Fallersleben Flüchtlingsunterkünfte: Keine steigende Kriminalität

Fallersleben. In Mörse steht eine Notunterkunft, in Hattorf wird ein Asylheim noch diesen Monat eröffnet, in Ehmen werden Wohnungen für Asylbewerber gebaut - schwappt die viel beschworene Kriminalitätswelle durch Flüchtlinge auch über Fallersleben und Umgebung? „Warten wir doch mal in aller Ruhe die Entwicklung ab“, sagt Fallerslebens Polizeichef Jens aus dem Bruch gelassen.

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Polizeieinsatz im Asylbewerberheim in der Hafenstraße (r.): Die Zahl der Drogendelikte ist dort laut Polizei stark rückläufig. Auch die Einrichtung von Notunterkünften für Flüchtlinge wie in Mörse (l.) habe bislang keine massiven Auswirkungen auf die Kriminalität in den Ortschaften.

Quelle: Boris Baschin

Für seine Gelassenheit gibt es gute Gründe. Rund um das verschrieene Asylbewerberheim in der Hafenstraße sind die Drogendelikte zuletzt rapide runter gegangen (WAZ berichtete). Und insgesamt sagt der Polizeihauptkommissar: „Rein subjektiv empfinde ich diese angebliche Kriminalitätswelle nicht. Den überproportionalen Anteil von Flüchtlingen an den Straftaten gibt es nicht. Zumindest bisher nicht.“

Damit das auch so bleibt, bereitet sich die Polizei vor. „Wir stellen uns auf die neuen Gegebenheiten ein, die Kollegen erhalten Schulungen auch im Flüchtlingsrecht.“ Ende 2015 lebten 315 Flüchtlinge im Zuständigkeitsbereich seiner Dienststelle, insbesondere in der Notunterkunft in der Mörser Ballsporthalle. „Das wird natürlich zunehmen“, weiß aus dem Bruch - im Heinenkamp (Hattorf) eröffnet noch im März eine Art Zeltstadt für 400 Asylbewerber, in Ehmen werden neue Unterkünfte gebaut. „Aber ich bin kein Freund vorschneller Urteile“, sagt der erfahrene Polizeibeamte.

Auch wenn Kritiker im Heinenkamp bereits einen neuen Kriminalitäts-Schwerpunkt heraufbeschwören würden: „Bevor das nicht tatsächlich eintreten sollte, sehe ich das aber nicht.“

fra

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