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Fallersleben Feuerwehr übt Gefahrgut-Einsatz
Wolfsburg Fallersleben Feuerwehr übt Gefahrgut-Einsatz
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19:00 25.07.2018
Perfektes Übungsobjekt: Wolfsburger Berufsfeuerwehrleute an einem Waggon des Ausbildungszuges. Quelle: Kevin Nobs
Fallersleben

Säuren und Laugen, Gase, flüssiger Stahl und Mineralöle transportiert die Bahn tagtäglich auf dem deutschen Schienennetz. Aber was tun, wenn Gefahrstoffe aus einem Kesselwagen austreten? Das lernen Wolfsburger Feuerwehrleute zurzeit in Fallersleben. Dort hat der Ausbildungszug für Gefahrgut Halt gemacht.

66 Millionen Tonnen an Gefahrgut wurden zuletzt pro Jahr auf der Schiene transportiert. Es gibt allein drei verschiedene Arten von Kesselwagen, dazu etliche unterschiedliche Ventile, Anschlüsse, Abdeckungen. Uwe Lindenberg, Experte für Gefahrgutsimulation, brachte am Mittwoch 28 Kräften der Berufsfeuerwehr (BF) die wichtigsten Handgriffe für den Ernstfall bei.

Welches Ventil soll es sein? Experte Uwe Lindenberg an einem Teil des Ausbildungszuges. Quelle: Kevin Nobs

Der Ausbildungszug mit vier Waggons ist das perfekte Instrument, an ihm hat die Deutsche Bahn so ziemlich alles verbaut, was relevant werden kann. „Der Zug ist einmalig in Deutschland, wir sind sehr froh, dass wir ihn herbekommen haben“, sagt BF-Chef Manuel Stanke.

Dominik Strecker von der Berufsfeuerwehr hatte den Besuch des Zuges organisiert. Am Anfang stand ein theoretischer Teil im klimatisierten Ausbildungswaggon. „Da haben wir zum Beispiel gelernt, worauf ich achten muss, bevor ich ein Ventil an einem Gefahrguttransport öffne“, sagt Strecker.

Es sprudelt weiter: Wie schließt man dieses Leck? Quelle: Kevin Nobs

Richtig spannend wurde es beim praktischen Teil. Wegen der großen Hitze durften die Einsatzkräfte ihre schwere Schutzkleidung übrigens im Spind lassen. An einem eigens präpariertem Waggon trat aus mehreren Lecks Flüssigkeit aus – im Falle der Übung nur Wasser, im Ernstfall vielleicht Säure oder Benzin. Ein Versuch, das Loch in der Außenwand des Waggons zu schließen, war, ein Kissen darauf zu legen und dieses mit Gurten eng auf das Leck zu pressen - vergeblich.

„Je nach Situation ist viel Improvisation dabei“, so Strecker, der auch in der Freiwilligen Feuerwehr Vorsfelde aktiv ist.

Auch hier ein Problem: Die Matte auf dem Loch im Waggon reicht nicht aus. Quelle: Kevin Nobs

Da das Kissen das Loch nicht schließen konnte, versuchten es die Einsatzkräfte mit einer Gummimatte. Noch immer quoll darunter Wasser hervor. Uwe Lindenberg gab schließlich einen Tipp: „Man kann es mal mit einem Brett versuchen, ich habe gerade eines hier...“ Und siehe da: Mit Hilfe der Gurte wurde das Brett so fest aufs Leck gepresst, dass schließlich keine Flüssigkeit mehr austrat.

Am Abend wurde der Fachzug der Freiwilligen Feuerwehren am Übungszug ausgebildet. Uwe Lindenberg lobte die Wolfsburger: „Alle waren mit viel Enthusiasmus dabei, das habe ich schon ganz anders erlebt.“

Von Kevin Nobs

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