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Fallersleben Fallersleber kritisiert Stilbrüche im Stadtbild
Wolfsburg Fallersleben Fallersleber kritisiert Stilbrüche im Stadtbild
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00:00 22.08.2018
„Sie lässt eine kahle Giebelwand, die hier gar nicht reinpasst“: Jörg Hoffmann kritisiert Entwurf der neuen Volksbank. Quelle: Roland Hermstein
Fallersleben

Angefangen hätten die Stilbrüche eigentlich schon 1972, also noch bevor der Europarat 1975 mit der Europäischen Denkmalschutz-Charta einen wichtigen Grundstein zur Sicherung historischer Bauten legte. Damals habe das Modehaus Biewendt die Gunst der Stunde genutzt und das schöne Fachwerkhaus an der Ecke Marktstraße/Bahnhofsstraße durch ein modernes Kaufhaus ersetzt.

Bretterbehang am Giebel: Um das Stadtbild zu wahren, wäre Ziegelbehang besser gewesen, findet Hoffmann. Quelle: Roland Hermstein

Aber auch heute würden ganze Straßenzüge verschandelt, so Hoffmann. Bei neuen Gebäuden orientierten sich die Architekten zu wenig am historischen Stadtbild, zum Beispiel, wenn Giebel mit Holzbehang statt des typischen Ziegelbehangs verkleidet werden. Auch der Bau des neuen Volksbankgebäudes „nimmt viel zu wenig Bezug auf Umgebung und Geschichte“, findet Hoffmann. Schließlich habe dort zuvor der Ratskeller gestanden, ein wichtiges Gebäude in der Geschichte der Stadt. Und weil der Neubau nicht an die Nachbarhäuser anschließt, hinterlässt er eine kahle, fensterlose Giebelwand am Großkopfgebäude, die „hier nicht reinpasst“.

An anderer Stelle seien wunderschöne Fachwerkhäuser von tristen grauen Bitumenplatten aus den Sechzigern verdeckt, wie in dem Wohnhaus Ecke Kampstraße/Sandkämper Straße.

Nachbarn sollen sich besser absprechen

Nun soll zwar die Erhaltungssatzung gerade die Gebäude schützen, die keinen Denkmalsschutz genießen, doch das geht Hoffmann nicht weit genug: „Wichtiger als eine Satzung wäre, dass die Nachbarn sich untereinander absprechen“ Schließlich leide das ganze Ensemble, wenn ein einzelnes Haus verunstaltet werde. Außerdem müssten Hausbesitzer sich vor Baumaßnahmen gründlich informieren: „Wer nichts von Geschichte versteht, der macht Fehler“, warnt Hoffmann.

Von Frederike Müller

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