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Fallersleber Bücherschrank wird eingeweiht

Wolfsburg-Fallersleben Fallersleber Bücherschrank wird eingeweiht

Fallersleben. Jetzt steht er endlich, der öffentliche Bücherschrank in Fallersleben: Am Samstag um 15 Uhr wird er auf dem Zunftplatz in der Westerstraße eingeweiht. Die ersten Bücher, die jeder kostenlos mitnehmen oder den Bestand ergänzen kann, werden eingeräumt und fünf Bücherpaten stellen sich vor. Eigentlich ein Grund zur Freude – wenn da nicht der Standort wäre.

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Umstrittener Standort: Am Samstag um 15 Uhr wird der öffentliche Bücherschrank am Zunftplatz in Fallersleben eingeweiht.

Quelle: Boris Baschin

Kopfschüttelnd begutachteten Ortsratsmitglieder den Schrank. „Der Blick auf den Brunnen ist versperrt“, kritisierte Bernd Hartmann (CDU). „Dort standen sonst Getränkebuden – wie soll man jetzt Veranstaltungen wie das Hissen des Erntekranzes organisieren?“, ärgerte sich Eckhard Krebs (SPD), auch Vorsitzender der Siedler. Uschi Mrongovius (Grüne) plädierte dafür, den Schrank an eine Stelle zwischen Telefonzelle und Mauer zu versetzen.

Allerdings: Ein Standort zu nah an der historischen Mauer rufe den städtischen Denkmalschutz auf den Plan, warnt Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG). Weist ist auch Vorsitzende des Kultur- und Denkmalvereins, der als Schrank-Vertragspartner der Stadt Wolfsburg fungiert.

Sie ist frustriert, dass das Echo der Ortsratskollegen so negativ ausfällt. „Es wurden mehrere Alternativen geprüft, aber nur diese Stelle kam in Frage – und das habe ich auch so kommuniziert“, betont sie. Der Kultur- und Denkmalverein hatte durch die Übernahme der Verantwortung geholfen, den Traum von Initiator Joachim Töpel doch noch wahr zu machen: Der kämpfte mehr als ein Jahr für den Schrank – bis er schließlich erfuhr, dass ein Vertrag mit einer Privatperson für die Stadt sowieso nicht in Frage kam.

Sein Anliegen ist es, dass der Bücherschrank auch als ein Ort der Integration dient. Und mit einem Standort nahe der Mauer, gibt er zu bedenken, hätten zum Beispiel Rollstuhlfahrer keine Chance, die auf beiden Seiten zu öffnenden Klappen der Regalfächer problemlos zu erreichen.

amü

Es könnte alles so einfach sein

ein Kommentar von Andrea Müller-Kudelka

Ein öffentlicher Bücherschrank ist eine tolle Sache: Wer ein Buch selbst nicht noch einmal lesen möchte, stellt es hinein – und ermöglicht so anderen kostenlos ebenfalls Lesespaß. Ganz einfach.

Weniger einfach ist es offensichtlich, einen geeigneten Standort auf einem öffentlichen Platz zu finden. Auch ich war in Fallersleben erst irritiert: Warum sollte der Schrank nicht lieber an der Mauer stehen? 

Dann aber erklärte mir Initiator Joachim Töpel, dass dort Rollstuhlfahrer Probleme gehabt hätten, ihn zu erreichen. Das leuchtet ein. Und dafür darf auch eine Getränkebude gern mal zur Seite rücken.

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