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Fallersleben Fallersleber Autorin: Neue Storys von Sibylle Schreiber
Wolfsburg Fallersleben Fallersleber Autorin: Neue Storys von Sibylle Schreiber
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21:00 31.01.2017
Lesung: Autorin Sibylle Schreiber stellt ihr neues Buch „Ich wollte immer mal einen Liebesbrief schreiben“ vor. Quelle: Müller-Kudelka Andrea
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Das Cover zeigt einen blutverschmierten Briefumschlag. Ein netter Hinweis von Grafikerin Nadine Dreyer und Sabrina Schauer, Inhaberin des Formidabel-Verlags aus Hamburg. In Schreibers Geschichten kommt die dramatische Wendung oft ohne Warnung.

Und das alles fing auch ganz harmlos an. „Früher habe ich höchstens Hochzeitszeitungen geschrieben“, erzählt die Fallersleberin. 2009 wies eine Freundin sie auf einen Aufruf für eine Krimi-Anthologie hin. „Kann ich nicht“, meinte Schreiber, ging duschen - und wusste, was sie wollte. „Wolf“ hieß die erste Geschichte. Wann und wo ihr Einfälle für die 33 neuen Storys kamen, verrät sie Lesern diesmal in kurzen Einführungen. „Viele sagen, wenn man dich kennt, kommt man gar nicht auf die Idee, dass du so böse Gedanken hast“, sagt sie und lacht. Vielleicht der Ausgleich zum Beruf als Sekretärin? Energisches Kopfschütteln. „Durch meinen Job habe ich viel gelernt. Das Schreiben ist eher Ausgleich für schlimme Zeiten.“ Einiges deutet sie in ihrem Buch an. Sucht sei ihr nicht fremd. Und im WAZ-Gespräch erzählt sie: „Ich habe viel Zeit auf Friedhöfen verbracht, vielleicht ist mein Humor deshalb so schwarz.“ Lustig sind die Pointen in ihren stark verdichteten Geschichten aber selten, meist eher erschreckend.

Kreativität zeigt sich bei ihr offenbar in guten Zeiten. So schwärmt sie vom Haus in Fallersleben: „Wenn die Sonne untergeht, erstrahlt das Zimmer in goldenem Licht ... und dann tropft das Blut aus meinem PC.“

Kostprobe gefällig? Am Samstag, 4. Februar, liest Sibylle Schreiber um 19.30 Uhr im Bistro Nando, begleitet wird sie an diesem Abend von Gitarrist Arne Kleemann, Sängerin Natalie Hölscher und Poetry-Slammer André Ziegenmeyer. „Das wird lustig“, freut sich die Autorin. Kunstpause. „Außer, wenn ich dran bin...“

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