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Fahrstuhl-Posse: Gericht lässt Innenlösung durchfallen

Schloss Fallersleben Fahrstuhl-Posse: Gericht lässt Innenlösung durchfallen

Das war es wohl endgültig mit der erhofften Innenlösung für einen Fahrstuhl im Fallersleber Schloss. Das Verwaltungsgericht Braunschweig gab nun der Landesdenkmalbehörde recht, die einen Innenaufzug ablehnt.

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Jetzt bleibt wohl doch nur eine Außenlösung: Mit Modellen hatten die Stadt vor Jahren bereits die beiden Varianten am Haupteingang (Foto) und im Innenhof simuliert.
 

Quelle: Archiv

Fallersleben. Das Thema gärt seit fast zehn Jahren, wurde in endlosen Debatten mit Verwaltungsvorschlägen und politischen Gegenentwürfen ein ums andere Mal diskutiert, entschieden, verworfen und neu entschieden. Kurz gesagt: Einen Fahrstuhl für das Fallerslebener Schloss wollen eigentlich alle. Unter anderem aus dem nicht unwichtigen Grund, dass öffentliche Gebäude heutzutage über einen barrierefreien Zugang verfügen müssen, was beim Schloss nicht der Fall ist. Gestritten wurde jahrelang über die Gretchenfrage: Soll der Aufzug innen oder außen gebaut werden? Die Verwaltung neigte lange zu außen, der Rat entschied mehrheitlich zugunsten der Innen-Lösung. Dagegen aber legte der Denkmalschutz sein Veto ein.

Formal klagen musste die Stadt nun quasi gegen sich selbst: der Geschäftsbereich Kultur gegen die untere Bauaufsicht, die als verlängerter Arm der Landes-Denkmalbehörde die Baugenehmigung versagte. Das Verwaltungsgericht Braunschweig bejahte zwar die Zulässigkeit der Klage, wies sie aber zurück. Kurzbegründung nach WAZ-Informationen: Mangels eigener spezifischer Sachkenntnisse orientiere man sich an der Begutachtung durch das Landesamt für Denkmalpflege, das einen Innen-Aufzug für nicht denkmalverträglich hält.

Und wie geht es nun weiter? Folgen neue mögliche Varianten und neue endlose Diskussionen? „Wir müssen zunächst die schriftliche Urteilsbegründung abwarten“, sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs auf WAZ-Anfrage. Es sei für ihn allerdings „undenkbar“, dass der Rat hier keine Lösung finde und beispielsweise Rollstuhlfahrer vom Besuch im Museum ausgesperrt würden. Mohrs: „Die Verwaltung wird dem Rat einen neuen Vorschlag unterbreiten“ – die endlose Geschichte geht weiter.

Von Ulrich Franke

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