Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Erst Mauerbau, dann Straßensperrung

Zoff in Ehmen Erst Mauerbau, dann Straßensperrung

Der Protest gegen die Lärmschutz-Wand an der Mörser Straße in Ehmen reißt nicht ab. Eine Einbahnstraßen-Regelung heizt die Stimmung jetzt weiter an. Was viele ärgert: Weder über den Mauerbau noch über die Sperrung wurden Anwohner vorher informiert.

Voriger Artikel
Carport und Garage brannten
Nächster Artikel
Vollsperrung: Schicht und Busse rollen nicht mehr durch Almke

Protest an der Mörser Straße: Weder die Lärmschutzwand noch die Verkehrsbeschränkungen wollen Anlieger in Ehmen auf Dauer akzeptieren.
 

Quelle: Boris Baschin

Ehmen.  Bürger gegenüber der Ehmer Mauer „An der Gärtnerei“ wollen sich nicht beschwichtigen lassen: Die Bitte des Stadtbaurats, die Diskussion über Lärmschutz nicht „über die Medien“ weiterzuführen, macht sie nur wütend.

Eine Straßensperrung trug dazu bei. Seit Mitte letzter Woche ist „Am Malerhop“ Einbahnstraße, dazu gab’s Halteverbote. Und wieder wurde vorher nicht informiert. Rund zwei Dutzend Protestierende trafen sich an der Mauer, um ihrer Wut Luft zu machen. Die WAZ fragte bei der Verwaltung nach und erfuhr: Arbeiten für eine Abbiegespur ins Gebiet „An der Gärtnerei“ sind der Grund. Die Mörser Straße ist halbseitig zum Teil nicht befahrbar, die Sicht an der Einmündung zu schlecht und das Ausfahren zu gefährlich. „Eine Umleitung über Siebsberg und Kreuzkamp wird ausgeschildert“, so eine Stadtsprecherin. „Am Kindergarten vorbei...“, kritisieren die Bürger. Immerhin: Halteverbotsschilder verschwanden, nachdem das Ordnungsamt die Lage am Freitag geprüft hatte. Die Sperrung bleibt bis Ende November.

Dann soll auch die Mauer bepflanzt sein. Mit ihr wollen sich die Bürger aber keinesfalls abfinden, ob mit oder ohne Efeu und Bäume. Eine „optische Vergewaltigung“ sei sie. Das Ordnungsamt solle besser dafür sorgen, dass das 30-km/h-Tempolimit eingehalten wird, dann müsste keine Mauer sein. Wolfgang Zeitner sagt, er habe hier seit den 80er Jahren viel geschluckt: Lkw-Lärm oder Eltern von Schulkindern, die im Halteverbot parken, zum Beispiel. Die Mauer aber werde den Schall auch noch reflektieren. Das sei einfach zu viel.

Von Andrea Müller-Kudelka

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fallersleben

Auf dieser Themenseite zur Landtagswahl 2017 in Niedersachsen finden Sie alle News, Informationen und Prognosen zu der Wahl des niedersächsischen Landtags. mehr