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Ehmer Bürger wollen Baustopp – sofort

Mauer-Streit Ehmer Bürger wollen Baustopp – sofort

Die für Donnerstag geplante Sitzung des Ortsrates Ehmen-Mörse musste verschoben werden, denn das Gremium war nicht beschlussfähig. Die Bürger aber diskutierten trotzdem mit den anwesenden Politikern aus Rat und Ortsrat. Sie sammelten Fragen an die Verwaltung zur verhassten Lärmschutzmauer und forderten einen sofortigen Baustopp.

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Wirbel um Lärmschutzwand lässt nicht nach: Ortsbürgermeister Peter Kassel leitete die Diskussion der Bürger in der Grundschule in Mörse. Die eigentlich geplante Ortsratssitzung musste verschoben werden, weil zu viele Politiker krank sind.
 

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Ehmen.  Kurzfristig musste die Sitzung des Ortsrates Ehmen-Mörse am Donnerstag ausfallen, weil zu viele Mitglieder krank waren. Die Bürger ließen sich dadurch aber nicht vom Diskutieren über die Lärmschutzwand an der Mörser Straße abhalten. Und Ortsbürgermeister Peter Kassel (CDU), Rüdiger Golz (PUG) sowie Ratsherr Olaf Niehus (Grüne) bezogen Stellung.

Anwohnerin Simone Willmann führte Protokoll, damit die Stadtplaner wissen, auf welche Fragen sie am Dienstag, 14. November, um 19 Uhr bei der Bürgerversammlung in der Mensa in Ehmen antworten müssen. Darunter die, wer seine Unterschrift unter die Ausführungsplanung gesetzt hat. „So etwas darf man nicht erlauben!“ waren sich alle einig. Dr. Ekkehardt Wesner bezeichnete die Wand als „Skandal“. Sie trenne den Ort, entzweie Familien und Nachbarn. Mit einer Begrünung des Anti-Lärm-Schutzwalls wird niemand zufrieden zu stellen sein. Außerdem würden die Bauteile mit Lehmboden angeschüttet , auf dem nichts wachse, so Beobachter. Der Bau sei ein Super-GAU für Vertrauen in Politik und Verwaltung. Es nützte wenig, dass Golz schon immer gegen das Baugebiet war. Vertrauensverlust beklagen zudem auch Ratsmitglieder: Sie warfen Investor Torsten Schmidt vor, sich nicht an Absprachen gehalten und der Verwaltung, die Politik nicht gewarnt zu haben. Wer auch immer Schuld ist, jetzt müsse der Bau sofort gestoppt werden, sonst werde ein Abriss immer teurer, so die Ehmer. Die Mauer müsse weg, selbst wenn die Stadt dafür zahlen soll: Die Verwaltung habe die Sache schließlich mit ihrer Genehmigung auch verbockt.

Von Andrea Müller-Kudelka

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