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Fallersleben Ehmener Schüler durften mit den Profis auf die Bühne
Wolfsburg Fallersleben Ehmener Schüler durften mit den Profis auf die Bühne
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21:25 20.04.2018
Ständig zwischen Musik und Schauspiel: Bei „Emil und die Detektive“ wurde getanzt, gesungen und musiziert. Quelle: Boris Baschin
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Stadtmitte/Ehmen

Ums Mitmachen ging es von Anfang an, auch schon in der Kindergruppe, die Emil hilft, einen Dieb zu stellen: Das Musiktheater Atze aus Berlin hatte Erich Kästners Buchvorlage nämlich leicht abgeändert: Einer der Jungen im Singspiel war stumm, aber dank Gebärdensprache immer mitten im Geschehen.

Auch Mädchen gehörten zur Clique. Kästner hatte zwar mit „Pony Hütchen“ schon eine starke Mädchenrolle geschaffen, doch das genügte dem Theaterleiter und Regisseur Thomas Sutter nicht: „Der Aspekt, dass Mädchen genauso mutig sind wie Jungs, tauchte bei Kästner noch gar nicht auf.“

Obendrein treffen die Figuren bei Sutter jede Entscheidung durch Abstimmen, und Emil selbst sprüht „Nazis raus“ ans Rathaus – aus Solidarität mit ausländischen Freunden. Übrigens spielte ein farbiger Darsteller „Gustav mit der Hupe“ – Sutter hat die Vorlage demokratisiert.

In der letzten Szene durfte auch die Klasse 4a aus der Grundschule Ehmen-Mörse ran:

Gemeinsam mit Emil stellten sie den Dieb, sangen und spielten mit. Zuvor hatten sie die Abläufe mit einer Theaterpädagogin einstudiert. Auch Maira Jünemann: „Das Theater gefällt mir insgesamt sehr gut. Wir waren schon öfter hier und sind jedes Mal erstaunt und gut gelaunt wieder herausgekommen“, sagte die Neunjährige – und schob hinterher: „Und es war toll, dass wir eigene Garderoben hatten!“

Der basisdemokratische Anstrich hätte Kästner gefallen – schließlich war er nicht nur Kinderbuchautor, sondern auch Journalist und Gegner des NS-Regimes. Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nazis seine Bücher öffentlich. Kästner weigerte sich wegzusehen – und ging hin.

Von Frederike Müller

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