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Deponie ist Treffpunkt für Wolfsburgs Störche

Entsorgungszentrum bei Fallersleben Deponie ist Treffpunkt für Wolfsburgs Störche

Zwei Storchenpaare haben am Weyhäuser Weg ihr Nest, zwei Jungvögel wurden jetzt beringt. Dutzende Vögel treffen sich außerdem auf Nahrungssuche auf der Mülldeponie. Aber nicht alles, was sie mit nach Hause bringen, ist gut für den Nachwuchs.

Fallersleben, Mülldeponie 52.4448557 10.7091869
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Arbeitseinsatz auf der Anlage stand an

Beringungsaktion: Zwei Storchenpärchen nisten in diesem Jahr auf dem Areal der WAS am Weyhäuser Weg, eines hat dort zwei Junge großgezogen.

Quelle: Jonas Fritzsche

Fallersleben. Wer nach Störchen sucht sollte einmal am Entsorgungszentrum der WAS am Weyhäuser Weg in der Gemarkung von Fallersleben nachsehen. Die Mülldeponie ist ein beliebter Treffpunkt und wurde in diesem Jahr auch zur Kinderstube. Ein hier brütendes Pärchen hat zwei Junge großgezogen.

Storchenbetreuer Georg Fiedler war zusammen mit der Fallersleber Feuerwehr, Storchenfreund Ulrich Fritzsche und dessen Enkel Jonas auf dem WAS-Gelände, um den Nachwuchs zu beringen. Der zwölfjährige Jonas machte Fotos von der Aktion.

Kinderstube auf der Mülldeponie

Kinderstube auf der Mülldeponie: Diese beiden Jungstörche wurden jetzt beringt. Jonas Fritzsche (12) durfte hautnah mit dabei sein und schoss das Foto.

Quelle: Jonas Fritzsche

Dass er Fiedler auch in die Höhe begleiten durfte, war für ihn eine Premiere. Schon seit einigen Jahren beobachtet der Junge aber das Nest mit besonderem Interesse: Der Storch, der hier bis 2016 zu Hause war, wurde von seinem Opa nach ihm benannt. „In diesem Jahr ist Storch Jonas leider nach Weyhausen umgezogen“, berichtet Fritzsche Senior. Dafür entstand auf dem Gelände der Deponie noch ein zweites Nest. Das Pärchen, das dort lebt, kam nur zu spät an, um noch erfolgreich eine Brut beginnen zu können.

Die Deponie ist ein Treffpunkt für Störche

Die Deponie ist ein Treffpunkt für Störche: Futter und Nistmaterial finden die Vögel hier.

Quelle: Manfred Hensel

Das Nahrungsangebot rund um den Standort hätte sicherlich auch für zwei oder mehr weitere Storchenkinder ausgereicht. Ein aktuelles Foto des pensionierten WAZ-Fotografen Manfred Hensel zeigt, wie beliebt die Deponie bei den Vögeln ist. Hier finden sie Frösche, Mäuse, Ratten oder auch Maulwürfe. Sogar Katzen oder junge Ziegen sollen übrigens angeblich schon Storchen-Beute gewesen sein. Außerdem besorgen sich die Storcheneltern Material zum Auspolstern der Nester. Nicht alles, was sie dabei wählen, eignet sich allerdings so gut wie die klassischen Baustoffe Moos, Gras und Heu: Fiedler räumte im Deponie-Nest bei der Beringung erst einmal auf und entfernte Plastikreste sowie einen Handschuh. Anschließend legte er eine Drainage an, die verhindern soll, dass die Jungtiere sich im feuchten Nest verkühlen.

Von Andrea Müller-Kudelka

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