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Bürger räumen Gartenfläche am Mörser Knoten

Streit mit Kirchenvorstand Bürger räumen Gartenfläche am Mörser Knoten

Ein Stück Kleingartenidylle verschwindet aus Mörse. Weil die Pachtverträge mit der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri für das Eckgrundstück am Mörser Knoten ausgelaufen sind, mussten Pächter und Nutzer die Fläche bis Samstag komplett räumen. Zuvor hatte es einen heftigen Streit mit der Kirche gegeben.

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Kleingartenidylle adé: Die bisherigen Pächter mussten jetzt die Grundstücke am Mörser Knoten räumen.
 

Quelle: Britta Schulze

Mörse.  Mitte September hatten rund 30 Menschen für den Erhalt des Gartenlandes und gegen „die Zerstörung der sozialen Gemeinschaft“, wie es Wilhelm Lieven ausdrückt, mit Transpatenten demonstriert (WAZ berichtete). Genützt hat es offenbar nichts, der Kirchenvorstand hat die Fläche an einen Landwirt zur Bewirtschaftung weiterverpachtet.

Dass die Pachtverträge nicht verlängert werden, ist aus Lievens Sicht zwar rechtlich in Ordnung. Was ihn und seine Mitstreiter allerdings traurig und fassungslos macht, ist der Umgang des Kirchenvorstandes mit den fünf Pächtern, die zusammen mit weiteren Nutzern vor allem Gemüse am Mörser Knoten angebaut haben.

Pächter fühlen sich belogen

 „Wie kann der Kirchenvorstand uns nur so hintergehen?“, fragt Pächterin Marianne Lemke. So hätte es zugesagte Gespräche mit den Pächtern nicht gegeben. Das bestätigen auch Udo Ruppel und Hans-Jürgen Sipert. „Wir fühlen uns belogen“, so Sipert. Kirchenvorstandsvorsitzende Inge Surborg hatte in einer Stellungnahme erklärt, dass das Gremium mit allen Pächtern das Gespräch gesucht und das Interesse an einer Weiterverpachtung erfragt hätte.

Derweil hat Berthold Lemke bereits Gewächshaus und Geräteschuppen eingerissen. „Es macht mich traurig, dass die Gartengemeinschaft so einfach kaputtgehen kann.“ Auch für Flüchtling Rami Zainrahabi geht damit eine wichtige Kontaktmöglichkeit zu Einheimischen verloren. Gänzlich auf ihre Gartenidylle verzichten möchten einige der Bürger jetzt allerdings nicht. Sie wollen nach einer geeigneten neuen Fläche im nahen Umfeld Ausschau halten.

Von Jörn Graue

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