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Blick auf 2017: Bärbel Weist zieht Bilanz

Fallersleben/Sülfeld Blick auf 2017: Bärbel Weist zieht Bilanz

Tolle Feste wurden in Sülfeld und Fallersleben 2017 gefeiert, tolle Menschen wurden für ihr Engagement ausgezeichnet. Einige Baustellen aber ärgern Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist enorm. Am Jahresende wirft sie einen Blick zurück – und schaut ein Stück voraus.

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Blick zurück: Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist erinnert sich an Schönes und weniger Schönes aus dem Jahr 2017.

Quelle: Sebastian Bisch

Fallersleben. Traditionell wirft Bärbel Weist als Ortsbürgermeisterin von Fallersleben und Sülfeld am Ende jedes Jahres einen Blick zurück. Höhepunkte wie die 1000-Jahrfeier in Sülfeld aber auch weniger Schönes blieb ihr dieses Mal im Gedächtnis – etliche Baustellen bereiteten Sorgen.

„Ich beginne mit Erfreulichem“, sagt Weist, erinnert neben dem Großereignis in Sülfeld an „500 Jahre Martin Luther“ und Vereinsjubiläen (70 Jahre Schachclub, 85 Jahre Heimat- und Verkehrsverein, 50 Jahre Karate-Dojo, 25 Jahre Michaelis-Kita). „Und der VfB Fallersleben freute sich über sportliche Erfolge sowie über neue Räume“, so Weist. Einige Bauarbeiten verliefen auch positiv: Die Straßen „Am alten Gut“ in Fallersleben und „Forstweg“ in Sülfeld erhielten neue Deckschichten, im Nordring renovierte VW-Immobilien, der Radweg zwischen Sülfeld und Ehmen ist fertig. Und an der Nordtangente läuft der Radwegebau jetzt, inklusive Verlegung von Glasfaserkabeln.

Eine neue Erhaltungssatzung

„Empörung gab es bei vielen Menschen, als in der Bahnhofstraße ein altes Fachwerkhaus abgerissen wurde“, so Weist. Die Diskussion führte zum Beschluss über eine Erhaltungssatzung. Ein positives Beispiel sei dagegen das Haus Marktstraße Nr. 8, das „glücklicherweise unter Denkmalschutz“ stand und in dem jetzt das Handarbeitssortiment aus dem Abriss-Haus unterkam. „Alteingesessene können sich noch daran erinnern, dass es dort einmal einen Milchladen gegeben hat“, erzählt die Ortsbürgermeisterin.

Zu kämpfen hatte 2017 das Freibad. Erst suchte man lange ein Leck, dann spielte das Wetter nicht mit und Besucher blieben aus. „Die Unwetter bewirkten bei den Feuerwehren das Gegenteil: Die Zahl der Einsätze stieg erheblich an“, kommentiert Weist.

Weiter läuft die Generalsanierung am Schulzentrum. „Die hochbaulichen Maßnahmen mit Ganztagsbereich, Mensa, Kunst- und Musikbereich, Bibliothek und Verwaltung werden im Frühjahr 2018 fertiggestellt sein“, freut sich die Ortsbürgermeisterin. Dann wird hoffentlich auch die Barocktreppe an der Verwaltungsstelle, dem „Kleinen Rathaus“, fertig. „Innen sind alle Räume wunderschön geworden“, findet Weist.

„Bleibt zu hoffen, dass der Saal Ostern wieder genutzt werden kann“

„Die meisten Probleme gab es bei der Sanierung des Hoffmannhaus-Saales“, benennt sie ein echtes Sorgenkind. „Es bleibt zu hoffen, dass der Saal ab Ostern 2018 wieder genutzt werden kann.“ Was sie ärgert: Es wurde weder neuer Parkraum geschaffen noch eine Bewirtschaftung. „Fakt ist: Es gibt keinerlei Unterstützung seitens der Stadtverwaltung“, schimpft sie.

Ansonsten sei Fallersleben mit Stadtrundgängen, Altstadtfest oder Kräutermarkt, Konzerten und Sport ein echter Anziehungspunkt. Und das Engagement der Bürger lobenswert: Die Bronze-Statue der Gänse-Liesel wurde wieder aufgestellt, Schüler der Eulenschule bemalten Stromkästen, die Feuerwehr gründete einen Förderverein, Klaus Seiffert und Edith Bischof wurden mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, den Hoffmann von Fallersleben-Ring erhielt Bodo Fleckstein. „Die Stilllegung des Spielplatzes an der Corveystraße konnte verhindert werden“, freut sich Weist. Und der Einspruch der Fallersleber gegen den Abbau der letzten Telefonzellen lockte den NDR an.

Bei den Personalien spielten Frauen die Hauptrolle: In Sülfeld trat Larissa Anne Mühring das Pastorinnen-Amt an, in Fallersleben nahm Pastorin Ute Ravens Abschied. Und Insa Reinecke-Buß ist neue Polizeichefin.

Von Andrea Müller-Kudelka

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