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Fallersleben „Bitterer Vorfall“: Stadt bedauert Vertreibung des Seeadlers
Wolfsburg Fallersleben „Bitterer Vorfall“: Stadt bedauert Vertreibung des Seeadlers
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06:00 24.11.2018
Seeadler: Bei Baumfällarbeiten an der Schunter wurde offenbar ein Seeadler vertrieben. Quelle: Archiv
Hattorf/Heiligendorf

Der Informationsfluss zwischen Verwaltung und Ortsrat Hattorf/Heiligendorf verläuft nicht immer so, wie es sich die Mitglieder des Ortsrates wünschen würden. So hat beispielsweise Ortsbürgermeister Marco Meiners(FDP) erst auf Umwegen erfahren, dass in der kommenden Woche umfangreiche Bauarbeiten auf der Landesstraße 294, Einmündungsbereich Krugstraße in Hattorf anstehen, die für rund 14 Tage eine halbseitige Sperrung notwendig machen.

Heftig kritisiert wurde auch, dass Baumfällarbeiten an der Schunter erst öffentlich wurden, als dabei ein verhängnisvoller Fehler passiert war. Auf einer der Pappeln befand sich nach fester Überzeugung von ortskundigen Ornithologen ein Seeadlerhorst.

Nahmen Stellung zum Thema Seeadler: Stadtbaurat Kai Uwe-Hirschheide (stehend), Stadtförster Dirk Schäfer (hinten li.) und Götz Stehr (re.), Leiter Geschäftsbereich Grün. Quelle: Burkhard Heuer

Es gab also mächtig Diskussionsstoff im Ortsrat am Donnerstag in Hattorf. Und die Verwaltung stellte sich den Vorwürfen: Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide war gekommen, ebenso Götz Stehr, Leiter Geschäftsbereich Grün, Dr. Horst Farny von der unteren Naturschutzbehörde und Dirk Schäfer, Leiter der Stadtforst. Die starke Beteiligung von Einwohnern zeigte, dass über die Sache mit dem Seeadlerhorst noch lange kein Gras gewachsen ist. Man habe vor Ort eindeutige Indizien wie Federn und Eier gefunden, die Rückschlüsse auf den geschützten Greifvogel zuließen, hieß es. Joachim Rustenbeck, Fraktionsvorsitzender der CDU, erinnerte sich, ein Seeadlerpärchen über Hattorf fliegend gesehen zu haben.

Stadt kündigt Konsequenzen an

Die Experten aus der Verwaltung inklusive Stadtförster Schäfer sprachen von einem ausgesprochen bitteren Vorfall. „Die Beteiligten haben den Horst im Blätterdach einfach nicht gesehen, als der Baum zur Fällung markiert wurde“, sagte Schäfer. Horst Farny kündigte ein ordentliches Aufklärungsverfahren an und als Konsequenz eine qualifizierte Liste von Greifvogelarten in der Region.

Hinsichtlich der Arbeiten an der L 294 gab Hirschheide gab zu, dass der Informationsfluss offensichtlich nicht so funktioniert habe, wie eigentlich erforderlich. Ortsrat und Verwaltung sind sich jedoch einig, dass die Maßnahme selbst eine wesentliche Verbesserung mit sich bringt. Behinderungen, die durch Linksabbieger von der Landesstraße Richtung Krugstraße bisher für einen Rückstau sorgen, werden durch eine neue Spur beseitigt. „Es wird aber sicher wieder ein absolutes Verkehrschaos geben“, so stellvertretender Ortsbürgermeister Rolf Berheide (CDU.

Von Burkhard Heuer

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