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Beweise aus 1451: Fallersleben sollte ein Kloster erhalten

Wolfsburg-Fallersleben Beweise aus 1451: Fallersleben sollte ein Kloster erhalten

Fallersleben. Fast wäre die Hoffmannstadt im Mittelalter auch Klosterstadt geworden. Das geht jedenfalls aus zwei Urkunden aus dem Jahr 1451 hervor, die die Fallersleber Hobby-Historiker Hannes Hildebrand und Axel Claes mühsam aus dem Mittelniederdeutschen übersetzt haben.

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Die Beweise Schwarz auf Weiß: Laut zweier Urkunden aus dem Jahr 1451 sollte in Fallersleben neben der Michaeliskirche ein Johanniter-Kloster gebaut werden.

Quelle: Photowerk (mv)

Demnach war im Bereich der Michaeliskirche ein Johanniter-Kloster geplant.

Als Vorsitzender des Denkmal- und Kulturvereins hatte sich Bärbel Weist in den vergangenen Jahren verstärkt mit der Fallersleber Geschichte befasst und war immer wieder über den Hinweis auf ein Kloster gestolpert. Mit Unterstützung des Instituts für Zeitgeschichte stieß sie beim Hauptstaatsarchiv Hannover schließlich auf zwei Urkunden - datiert auf den 3. und den 4. Juli 1451. Die erste ist eine Stiftungsurkunde für ein Johanniter-Kloster in Fallersleben, ausgestellt von Herzog Friedrich II. von Braunschweig Lüneburg. Die zweite ist eine Verpflichtungserklärung des Priors (Vorstehers) des Johanniter-Klosters in Braunschweig.

Den genauen Inhalt der Dokumente mussten sich Hildebrand und Claes mühsam erarbeiten. „Beim ersten Lesen hat man nichts verstanden. Für die Übersetzung in unsere heutige Sprache haben wir rund sechs Wochen benötigt“, so Hildebrand. Schließlich stießen sie auf Hinweise, wonach Friedrich II. das Kloster neben der heutigen Michaelis-Kirche bauen wollte. „Warum es nie zum Bau kam, darüber kann man heute nur spekulieren“, erläuterte Claes. „Vermutlich waren es finanzielle Gründe.“

api

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