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Bauwillige klagen über hohe Preise im Kleekamp

Fallersleben Bauwillige klagen über hohe Preise im Kleekamp

Wer im neuesten Baugebiet Fallerslebens ein Einfamilienhaus errichten will, muss schon vorher tief in die Tasche greifen: Mindestens 295 Euro pro Quadratmeter werden beim Kauf eines Grundstücks fällig. Bisher galten 250 Euro als absolute Schmerzgrenze in Wolfsburg.

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Baugebiet Kleekamp: Interessenten klagen über ungewohnt hohe Preise im Bieterverfahren für künftige Häuslebauer.

Quelle: Boris Baschin

Fallersleben. Die Vermarktung im Neubaugebiet Kleekamp in Fallersleben hat begonnen – und führt zu Unmut. Grund sind Preise für die Einfamilienhaus-Grundstücke: Wer den Zuschlag bekommen möchte, muss bieten. Und schon der Mindestbetrag liegt weit über dem, was bisher in Wolfsburg üblich war.

Es sind 295 Euro pro Quadratmeter – und zwar bei allen Grundstücken, egal ob Randlage oder mittendrin, egal ob 300 oder 900 Quadratmeter groß. „Das ist schon Wahnsinn“, sagt Britta Addicks – und sie ist nicht die Einzige, die sich deshalb an die WAZ wandte. Addicks ist „schockiert, dass unsere Stadt zulässt, dass private Investoren nur den oberen 10.000 das Bauen ermöglichen“.

Tatsächlich lagen die Preise in Baugebieten, die durch die Stadt Wolfsburg selbst erschlossen wurden, bisher bei höchstens 180 Euro pro Quadratmeter. Wenn sich ein Investor dazu entschließt, Mietwohnungsbau anzubieten, könne der Preis für ihn innerhalb eines Baugebietes sogar um bis zu 40 Prozent reduziert werden, teilte Stadtsprecherin Elke Wichmann auf Nachfrage mit. Ein Verkauf von Einzelflächen an Investoren erfolge generell auf der Grundlage einer vom Gutachterausschuss des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen vorgenommenen Bewertung.

Allerdings: Das Land, auf dem der Kleekamp entsteht, gehörte vorher nicht der Stadt, sondern Privatleuten. An wen und zu welchem Preis sie verkaufen, darauf hat die Kommune keinerlei Einfluss. Nach WAZ-Informationen scheiterte genau daran in den letzten 20 Jahren bisher die Entwicklung zu Bauland in dieser Ecke. Der jetzige Investor konnte die Vorbesitzer aber von einem Verkauf überzeugen – wohl mit seinem Einkaufspreis. Klar, dass das Auswirkungen auf den Verkaufspreis hat. Hinzu kommt die lange Planungsphase mit mehreren Änderungen des Bebauungsplans. Auch das kostet Geld.

Bisher galten 250 Euro als Schmerzgrenze bei Bauland, auch beim Verkauf durch Investoren. Guckt man sich aber außerhalb Wolfsburgs um, findet man nicht weit entfernt ein Gebiet, in dem laut Internet-Plattform Immowelt der Preis noch höher liegt: Veltenhof/Braunschweig (320 Euro). Wolfsburgs Bauwillige wird das wohl nicht trösten.

Von Andrea Müller-Kudelka

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