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Bagger im Kleekamp sollen noch 2017 rollen

Fallersleben Bagger im Kleekamp sollen noch 2017 rollen

Nach fünf Jahren Planung sagt der Ortsrat jetzt Ja zum neuen Baugebiet. Uneinigkeit herrscht im Gremium aber noch über die künftige Parkregelung auf der Ehmer Straße, über die der Verkehr zu einem großen Teil fließen wird.

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Fallersleben wächst: Ab 2018 entsteht das lange geplante Neubaugebiet Kleekamp hinter den Bäumen rechts im Bild.

Quelle: Boris Baschin

Fallersleben.

Die ersten Häuser können wohl Ende 2018 in die Höhe wachsen. Etwa 270 Wohnungen sollen entstehen. Ganz genau könne man die Zahl nicht bestimmen, erklärte Christina Kuczyk vom Architekturbüro Ackers – es komme darauf an, ob die zulässige Geschosshöhe im Süden von den Bauherren ausgeschöpft wird. Im Norden sind Einfamilienhäuser vorgesehen, im Kern „Stadtvillen mit viel Grün“, so Kuczyk. Verzögert habe sich die Planung unter anderem, weil die Bäume am Fuß- und Radweg laut Ortsrats-Forderung erhalten bleiben sollen und eine Versorgungsanlage nachträglich integriert wurde.

Für die Ehmer Straße wünscht sich der Ortsrat von der Stadt, dass die Voraussetzungen für den Bau einer Ampel geschaffen werden, um den Verkehr später eventuell besser zu regeln. Henning Ernst (CDU) regte zudem an, die Verwaltung solle sich Gedanken über den Bau eines Parkstreifens auf dem jetzigen Grünstreifen machen, Ralf Krüger (SPD) sorgt sich allerdings, was passieren könnte, wenn keine Fahrzeuge mehr auf der Straße stehen: „Der verkehrsberuhigende Effekt ginge verloren.“

Auf Nachfrage von André Schlichting (CDU) erläuterte der Investor, dass die Entwässerung bis ins letzte Detail durchdacht sein. So werden die Straßen sogar abgesenkt, um Starkregen von den Grundstücken fern zu halten – ein absolutes Novum. In die Planung von Quartiers- und Spielplatz werden die Bürger später mit einbezogen.

In sich haben es die Anträge, die zum Ende der Sitzung eingebracht wurden: Die PUG-Fraktion will die Kommunalaufsicht des Landes einschalten, weil die Stadtverwaltung dem Ortsrat Fallersleben-Sülfeld eine Beteiligung an der Entscheidung über die Höhenbegrenzung der Windräder bei Ehmen untersagt hat.

Windräder bei Ehmen

Windräder bei Ehmen: Die geltende Höhenbegrenzung auf 100 Meter wird heiß diskutiert.

Quelle: Sebastian Bisch

Neue Anlagen könnten 207 Meter hoch sein, falls die Begrenzung fällt. Die PUG Ehmen-Mörse hat bereits beantragt, die im gesamten Stadtgebiet geltende Begrenzung (100 Meter) nicht aufzuheben. Sorge um die Rotmilane der Region, wegen des „nicht genügend erforschten“ Ultraschalls und einer Wertminderung von Grundstücken im Sülfelder Baugebiet Cocksfeld sind Gründe für die PUG-Fraktion aus Fallersleben-Sülfeld, sich dem anzuschließen. Die Verwaltung bereitet zurzeit eine Ergänzungsvorlage mit Ergebnissen zu Immissions- und Artenschutz, Lärm, Schatten und Landschaftsbild vor, die in Ehmen-Mörse am 1. November diskutiert werden soll.

Zwei weitere Anträge der PUG-Fraktion für Fallersleben: Im Norden der Bahnhofstraße soll die Verwaltung die Schaffung von Parkmöglichkeiten auf der ehemaligen Ladestraße prüfen. Und für die August-Lücke-Straße an der VfB-Kita fordert die Fraktion eine Widmung für den öffentlichen Verkehr. Das würde perspektivisch ordnende Maßnahmen wie Gehwegbau, Tempolimit oder Halteverbote möglich machen. „Aus Gründen der Sicherheit besteht Handlungsbedarf“, heißt es im Antrag. Am 17. Oktober wird der Ortsrat erneut um 19 Uhr im Hoffmannhaus tagen, dann wird abgestimmt.

 

Von Andrea Müller-Kudelka

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