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Bäume gefällt: Kritik von Lieven

Kahlschlag für Baugebiet in Ehmen Bäume gefällt: Kritik von Lieven

„Ich bin stocksauer“ sagt Wilhelm Lieven, bis zur Wahl im September Mitglied des Ortsrates Ehmen-Mörse und Sprecher des Arbeitskreises „Unser Dorf hat Zukunft“. Es geht um die Fällungen auf dem Areal des Baugebiets „An der Gärtnerei“ in Ehmen (WAZ berichtete).

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Kritik an Kahlschlag: Wilhelm Lieven hatte gehofft, dass Bäume wie dieser Zuckerahorn im Baugebiet kartiert und geschützt werden.

Quelle: Britta Schulze

Ehmen. Lieven wirft dem jetzigen Ortsrat vor, er habe untätig geduldet, dass seltene Bäume unwiederbringlich verschwinden.Vehement hatte sich der Mörser Anfangs für einen „Erhalt des einmaligen Biotops“ ausgesprochen, doch die Nachfrage nach Bauland hatte bei der Mehrheit des Ortsrats Priorität. „Bei einer Baubegehung im Sommer waren sich alle Beteiligten inklusive der Stadtverwaltung darüber einig, dass zumindest ein Teil der wunderschönen alten Bäume erhalten bleibt“, erinnert Lieven, der der Politik nach dieser Legislaturperiode frustriert den Rücken gekehrt hatte.

Anfang bis Mitte November, als rund 120 Bäume vor der Fällung gekennzeichnet wurden, forderte er Ortsbürgermeister Peter Kassel auf, ein Auge darauf zu haben. Lieven fotografierte die Pflanzen und hatte gehofft, dass einzelne Bäume - wie zum Beispiel eine amerikanische Roteiche oder ein Zuckerahorn - wenn machbar stehen bleiben und durch Zäune abgeschirmt werden.

Kassel verweist darauf, dass ein Gebiet mit Pflanzen am Rand zum Kerksiek als Grünstreifen bestehen bleibt - und dass später Freiflächen neu bepflanzt werden. Jedem, der die Baupläne gesehen hat, hätte das klar sein müssen, meint Kassel: „Man kann doch die Häuser nicht um die Bäume herum bauen“, sagt er. „Warum denn nicht?“, fragt dagegen Lieven. „Natürlich wäre der Schutz der Pflanzen auf diese Weise aufwändig und teuer“, weiß Lieven. Doch das wäre aus seiner Sicht die Sache wert gewesen.

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