Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Auf Wanderschaft: Sarah nach drei Jahren wieder in Hattorf

31-Jährige war in ganz Europa unterwegs Auf Wanderschaft: Sarah nach drei Jahren wieder in Hattorf

Goldschmiedin war drei Jahre und einen Tag auf großer Wanderschaft. Am Samstag kehrte die Goldschmiedin nach Hattorf zurück.

Voriger Artikel
Pastorin Ute Ravens-Hermann geht zur Bundeswehr
Nächster Artikel
Weihnachtszauber im Fallersleber Schloss

Nach drei Jahren und einem Tag wieder zuhause: Goldschmiedin Sarah (4.v.r.) aus Hattorf kehrte nach ihrer Wanderschaft wieder zu Eltern und Freunden zurück.
 

Quelle: Burkhard Heuer

Hattorf.  Es war nicht nur ein feuchter, es war auch ein ausgesprochen fröhlicher Empfang unter dem Hattorfer Ortsschild an der K 83 Richtung Beienrode: Nachdem man sich exakt drei Jahre und einen Tag nicht gesehen hat empfing die Familie Anke und Horst Gaus hier Tochter Sarah (31) nach ihrer Walz, die sie in 36 Monaten durch viele Teile Deutschlands, in die Schweiz, nach Österreich, Polen, Belgien Südfrankreich und auf drei kanarische Inseln geführt hat. Für diese Zeit hat Sarah übrigens ihren Nachnamen abgelegt, hieß nur „Sarah, fremde Goldschmiedin“. Und danach nennt sie sich Sarah, einheimische Goldschmiedin. „Damit setze ich eine alte Tradition fort“, sagte sie. Denn Traditionspflege wird ganz großgeschrieben in Kreisen der wanderndenGesellen, die Sarah am Samstag einen großartigen Empfang bereiteten.

Begleiter aus den Zünften Metall, Backhandwerk, Zimmerei und Dachdeckerei und Maurerhandwerk bildeten das Gefolge, als die Goldschmiedin aus Hattorf die letzten Kilometer gen Heimat marschierte, der sie sich in den vergangenen drei Jahren bis auf 50 Kilometer nicht hatte nähern dürfen. Auf einer Leiter musste sie schließlich das Ortsschild übersteigen und hätte eigentlich einen Flasche Schnaps ausgraben müssen, die sie hier einst nebst einer Wunschliste für die Zukunft verbuddelt hatte. Da Sarah sich allerdings erst kürzlich die Hand gebrochen hatte, blieb ihr diese Herausforderung erspart.

„Es war eine überwiegend wunderschöne Zeit, ich habe in meinem Handwerk viel Neues gelernt“, so Sara. Aber es habe natürlich auch Rückschläge gegeben, wenn Menschen ihr wenig freundlich begegnet seien. Doch gerade diese Erfahrungen hätten sie neu motiviert. Selbst ein Mittelfußanbruch und ein Handbruch hätten sie niemals zum Aufgeben bewegen können.

Nach nur einer Woche zuhause will Sarah wieder in die Fremde: Die Schweiz lockt. Und weitere Ziele stehen für sie schon fest: Im brandenburgischen Kuhlmühle will sie in einer Wohngemeinschaft eine Workshop-Goldschmiede gründen: „Das ist eine soziale Baustelle, in die ich mich spontan verliebt habe.“

Von Burkhard Heuer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fallersleben

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr