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Fallersleben Auch mit 80 steckt Horst Buchholz voller Pläne
Wolfsburg Fallersleben Auch mit 80 steckt Horst Buchholz voller Pläne
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00:25 04.05.2018
Autor, Lehrer, Sportler: Horst Buchholz feierte am 1. Mai seinen 80. Geburtstag. Er prägte Heiligendorf seit 1969. Quelle: Sebastian Bisch
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Heiligendorf

Immer, wenn die Menschen unter Maibäumen tanzen, wird Horst Buchholz ein Jahr älter. Inzwischen blickt der pensionierte Schulleiter und Autor aus Heiligendorf auf 80 Jahre zurück. Prägte ihn diese Stadt? Vielleicht. In jedem Fall prägte er sie, vor allem in Heiligendorf.

Kindheit in Velpke: Sein Abitur machte Horst Buchholz später am Wolfsburger Ratsgymnasium. Quelle: Sebastian Bisch

Seine Bücher – einige auf platt, einige mit hochdeutschen Geschichten – und zwei Vereinschroniken sind sichtbare Spuren seines Schaffens. Außerdem schuf er Erinnerungen.

Die erste erste Klasse in Heiligendorf: 1970 entstand dieses Bild des frisch gebackenen Schulleiters mit seinen Zöglingen. Quelle: Sebastian Bisch

Am 1. Februar 1969 trat er seinen Dienst als Leiter der Grundschule an und blieb es bis zur Pensionierung nach einer Herzoperation 1998.

Offizielle Verabschiedung: 1998 ging Horst Buchholz in den Ruhestand. Quelle: Manfred Hensel

Dabei hatte er als Schüler zeitweise ganz andere Interessen, zum Beispiel Musik, Leichtathletik bei Eintracht Braunschweig (Jugendjahresbestennadel 1956) oder die Legehennenhaltung. „Aber dann hat mein Deutschlehrer meinen Eltern in Velpke ins Gewissen geredet“, erinnert er sich.

Ein Herz und eine Seele – auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind: Horst Buchholz in jungen Jahren mit seiner Frau Helga. Quelle: privat

Es folgten der Wechsel aufs Wolfsburger Ratsgymnasium, die pädagogische Hochschule Braunschweig, die erste Lehrerstelle in Wasbüttel, Hochzeit mit Helga Rübesamen und die Geburt der beiden Töchter Frauke und Kirsten.

Die letzte erste Klasse: 1998 musste Horst Buchholz aus gesundheitlichen Gründen den Schuldienst verlassen. Quelle: Sebastian Bisch

Seinen Beruf habe er stets „mit Leidenschaft“ ausgeübt, sagt er selbst. „Streng war er, aber die Kinder hingen an ihm“, sagt seine Frau. Und Sport spielte weiterhin eine große Rolle: Kaum war er in den TSV Heiligendorf eingetreten, wurde er auch schon zum Jugendleiter gewählt – genauer: noch am gleichen Abend. „Das hat mich total überrumpelt“, sagt er. Später gründete er die Faustballsparte und den Lauftreff.

Ein Arzt hatte ihm zum Dauerlauf geraten. Buchholz nahm gleich das ganze Dorf mit: Er rief 1986 die Volksläufe um St. Adrian ins Leben, motivierte rund 70 Helfer und lockte bekannte Sportler in den 1972 eingemeindeten Wolfsburger Ortsteil. Beim ersten Mal erwartete den Initiator übrigens die Polizei am Ziel – die Beamten wollten die Genehmigung sehen, mussten aber warten, bis Buchholz die Strecke absolviert hatte.

Wenn er lief, nahm er alle mit: 1986 initiierte Buchholz die Volksläufe in Heiligendorf. Quelle: privat

19 Jahre lang war Horst Buchholz außerdem im Ortsrat tätig. Unter anderem setzte er sich für den Bau eines Kindergartens ein (1977 war Eröffnung). Als Bürgervertreter im Kulturausschuss der Stadt erlebte er den Bau des Theaters und der Städtischen Galerie in Wolfsburg mit. Die Gründung des Kultur- und Brauchtumsvereins Heiligendorf zur Organisation der 700-Jahrfeier geht übrigens auch auf seine Initiative zurück. Seit 2014 ist er Ehrenmitglied.

Inzwischen muss er kürzer treten. Statt zum Berlin-Marathon geht’s jetzt zur Wassergymnastik. Aber: „Ich stecke voller neuer Pläne“, sagt der 80-Jährige.

Alle Artikel dieser Serie finden Sie auf unserer Themenseite unter www.waz-online.de.

Von Andrea Müller-Kudelka

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