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Ärger am Lönsteich: Polizei nimmt sich der Sache an

Fallersleben Ärger am Lönsteich: Polizei nimmt sich der Sache an

Saufen, laute Musik, Pöbeleien: Die Schilderungen der Anwohner zu den Umständen am Lönsteich sind dramatisch. Die Polizei staunt darüber – will ihre Kontrollen vor Ort aber verstärken.

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Gemütlicher Lönsteich: Offenbar fühlen sich hier auch recht wilde Gruppen wohl.

Fallersleben. Wie schlimm geht es tatsächlich am Fallersleber Lönsteich zu? Im Ortsrat hatten Bürger wilde Zustände mit exzessiven Partys durch große Gruppen beklagt (WAZ berichtete). Die Polizei reagierte jetzt zumindest erstaunt, bislang habe es keinerlei Hinweise auf Probleme an dem idyllischen Teich gegeben. Gleichwohl werde man sich der Sache annehmen.

Zwei Einsätze habe es in den letzten zehn Monaten am Lönsteich gegeben, sagte Siegfried Schink, kommissarischer Leiter der Polizeistation Fallersleben, auf Nachfrage der WAZ. Als Schwerpunkt gelte das Gewässer in der Straße Krummer Morgen damit keineswegs. Trotzdem nehme man den Hilferuf der Anwohner ernst. Schinks Bitte: „Man sollte uns sofort anrufen, wenn es Probleme gibt.“

Bis zu 25 junge Erwachsene

Diese Probleme hatten Anwohner verschiedener Straßen und unterschiedlichen Alters im Ortsrat teils dramatisch geschildert. Bis zu 25 Leute, wohl zumeist junge Erwachsene, träfen sich längst nicht nur nachts am Lönsteich. Alkohol fließe, laute Musik laufe, bei Beschwerden am Teich seien Anwohner schon beleidigt und bedroht worden. Polizeichef Schink verspricht: „Wir werden uns das verstärkt ansehen.“

Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG) weiß, dass es über die Jahre immer mal wieder Ärger mit Gruppen am Lönsteich gab. Aber: „In diesem Ausmaß habe ich es das erste Mal gehört.“ Sie nehme die Sorgen der Anwohner sehr ernst, zumal die Schilderungen von Menschen ganz unterschiedlichen Alters gekommen seien. Sie wolle sich nun dafür einsetzen, dass zusätzlich zur Polizei auch Streetworker vorbeikommen, um auf die mutmaßlichen Störenfriede zuzugehen und einzuwirken. Es gelte, eine vernünftige Lösung für alle zu finden. Die Leute nur zu vertreiben, dürfe das Problem nur verlagern. Die Stadt Wolfsburg nahm dazu noch keine Stellung.

Von Kevin Nobs

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