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Ära endet beim Blickpunkt: Karl Kiene hört auf

Wolfsburg-Fallersleben Ära endet beim Blickpunkt: Karl Kiene hört auf

Fallersleben. In Fallersleben endet eine Ära. Jahrelang hatte er es angekündigt, nun hat Karl Kiene tatsächlich den Vorsitz des Blickpunkt abgegeben.

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Der Blickpunkt-Chef geht: Karl Kiene führte den Zusammenschluss der Geschäftsleute in Fallersleben 38 Jahre lang. Seine Nachfolge übernimmt jetzt Otto Saucke.

Quelle: Manfred Hensel

38 Jahre lang hatte er den Zusammenschluss aus Geschäftsleuten geführt, Veranstaltungen wie Altstadtfest und Kartoffelsonntag tragen seine Handschrift. In der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder am Dienstagabend das langjährige Vorstandsmitglied Otto Saucke (55) zu Kienes Nachfolger.

Immer mal wieder wollte Karl Kiene sich aus der ersten Reihe zurückziehen. Stellte sich aber der Wahl - und blieb im Amt. Bis jetzt. „Es muss mal wer Neues an die Spitze“, sagt Kiene. Und so nahm der Bestatter - seinen Betrieb in Fallersleben führt er weiter - schließlich seinen Hut. Vorstandsmitglied Renate Krüger ließ seine fast vier Jahrzehnte an der Blickpunkt-Spitze Revue passieren. „Das hat mich sehr berührt“, sagt Kiene. Erst recht, als die Mitglieder aufstanden und ihm applaudierten.

Auch wenn es mit Elektromeisterinstallateur Otto Saucke einen Nachfolger gibt, weiß Kiene: „Ganz kann ich mich vom Blickpunkt nicht lösen.“ Das liege allein schon daran, dass die Blickpunkt-Geschäftsstelle in seinem Hause liege.

Die vier großen Veranstaltungen des Blickpunkt in Fallersleben sind Altstadtfest, Hoffmann- und Kartoffelsonntag sowie Kunst & Licht. Weitere Höhepunkte aus der Ära Kiene waren Oldtimer-Sonntag, Blumen-Sonntag, Weihnachtstreff, Winterwelt. Jetzt geht er. „Innerlich vergieße ich Tränen“, sagt Karl Kiene.

kn

Lebenswerk

ein Kommentar von Kevin Nobs

In Hollywood würde man Karl Kiene jetzt für sein Lebenswerk ehren. Als Regisseur des Blickpunkt hat er die Geschicke Fallerslebens fast 40 Jahre lang mitgestaltet. Das ging selbstredend nicht alleine, viele Mitstreiter waren nötig, um bewährte Veranstaltungen erfolgreich fortzuführen oder auch mal etwas Neues zu versuchen.

Dass Karl Kiene nicht bei jeder Idee in Euphorie ausbrach, ist ein offenes Geheimnis. Aber auch in Hollywood sind es meist die sperrigen Charaktere, die uns besonders am Herzen liegen.

WAZ-TALK: „Ich hatte weiche Knie“

Nachgefragt bei Otto Saucke, den neuen Vorsitzenden des Blickpunkt Fallersleben:

WAZ: Herr Saucke, wie fühlen Sie sich nach der Wahl zum Blickpunkt-Chef?
Saucke: Karl Kiene hinterlässt natürlich große Fußstapfen und zuerst hatte ich auch ganz weiche Knie. Aber das hat sich wieder ein wenig gelegt.

WAZ: Sie sind selbst seit mehr als 20 Jahren im Blickpunkt-Vorstand und kennen Ihr Team...
Saucke: Das ist natürlich sehr hilfreich. Auch, dass wir ein paar jüngere Leute dabei haben.

WAZ: Haben Sie schon einige Punkte, die Sie anpacken wollen?
Saucke: Ich möchte gern unsere Mitglieder zu mehr Mitarbeit motivieren. Auch an der Außendarstellung des Blickpunkt möchte ich arbeiten.

WAZ: Müssen sich die Leute jetzt auf Veränderungen bei Fallersleber Veranstaltungen einstellen?
Saucke: Die vier großen Veranstaltungen sollen so bleiben: die beiden verkaufsoffenen Sonntage, das Altstadtfest, Kunst & Licht. Wobei Kunst & Licht zehn Jahre alt wird, vielleicht kann man da an ein paar Sachen rangehen. Grundlegend denke ich, dass wir so viel nicht verkehrt machen.

WAZ: Wird es auch neue Veranstaltungen geben?
Saucke: Was mir am Herzen liegt, ist, dass wir wieder eine Weihnachtsaktion starten. Da waren wir ja letztes Jahr schon ganz kurz davor, aber dann kam leider etwas dazwischen.
 Interview: Kevin Nobs

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