Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Fallersleben Absperrdamm für die Sülfelder Schleuse
Wolfsburg Fallersleben Absperrdamm für die Sülfelder Schleuse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 03.03.2018
Sülfeld: Die Reparaturarbeiten an der Schleuse beginnen mit dem Absenken des Absperrdamms.  Quelle: Gero Gerewitz
Sülfeld

 Puh, Das war Millimeterarbeit! Kranführer René Heinecke ließ jetzt einen 26 Tonnen schweren Sperrdamm vor die Nordkammer der Sülfelder Schleuse hinab sinken. Mit Hilfe dieser Vorrichtung könne man endlich untersuchen, wie groß der Schaden am Kammertor wirklich ist, berichtet Schleusen-Chefin Carmen Müller (rundes Foto). Laufe alles optimal, könne die Nordkammer in gut einem halben Jahr wieder in Betrieb gehen.

Hier die Fotostrecke zu den Bauarbeiten:

Die beschädigte Nordkammer der Sülfelder Schleuse wird aktuell repariert. Für alle Beteiligten keine leichte Aufgabe.

Hintergrund der Baumaßnahme: Im Frühjahr 2017 hatte ein Binnenschiffer das Schleusentor beschädigt, die (ältere) Nordkammer der Schleusenanlage ist seitdem gesperrt (WAZ berichtete). Zum Glück ist die (neuere) Südkammer in Betrieb. „Trotzdem gibt es zu Stoßzeiten lange Wartezeiten an der Schleuse“, berichtet Müller. „Manchmal bis zu acht Stunden.“

Das Wasser muss aus der Kammer

Das soll sich so schnell wie möglich ändern: Seit Mitte Januar ist das erste Team vor Ort und hat den 26 Tonnen schweren Absperrdamm auf dem Schleusengelände zusammengebaut und -geschweißt. Ein Transport auf Lastern war wegen der schieren Höhe von 6,50 Meter nicht möglich. Die Idee dahinter: Der Absperrdamm verhindert, dass weiteres Kanalwasser in die Nordkammer drückt - „dann können wir die Kammer trocken legen und die Schäden untersuchen“, sagt Carmen Müller. Denn bislang konnten nur Taucher einen Blick auf die ramponierten Stellen werfen: „Tor und Anschlagpunkt sind beschädigt“, erklärt Müller. Jetzt wolle man prüfen, wie schlimm die Schäden wirklich sind. Das geht aber nur, wenn das Team endlich das Wasser aus der defekten Kammer pumpen kann.

Die Chefin der Schleuse: Carmen Müller. Quelle: Gero Gerewitz

Aus Richtung Kanal wird der Absperrdamm mit Ton abgedichtet, in Richtung Kammer schütten Laster Kies ins Wasser: „Das wirkt wie ein Filter“, erklärt Müller. Direkt in den Absperrdamm kommen mehrere Tonnen Sand. „Wir hoffen, dass wir damit in zwei Wochen fertig sind“, so Müller.

Der Damm sitzt

Doch zuerst einmal musste Kranführer René Heinecke den 26-Tonnen-Koloss Zentimeter für Zentimeter ins Wasser sinken lassen. Profis prüften dann, ob die Abdichtung an den Rändern funktionierte. Dann musste Industrietaucher Justin Littmann ins 0,6 Grad kalte Wasser: „Ich gucke, ob der Absperrdamm richtig positioniert ist.“ Müller und ihr Team vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Uelzen, Außenstelle Vorsfelde, konnten aufatmen – Littmann bestätigt einen erfolgreichen Einbau. Ob der Absperrdamm wirkt, wissen alle in zwei Wochen.

Von Carsten Bischof

Das Traditionsunternehmen, das zur Jahreswende dicht gemacht hatte, wird von „Ehrhardt Reifen und Autoservice“ weitergeführt.

14.03.2018

Ein dreitägiges Programm ersetzt dieses Jahr den verkaufsoffenen Hoffmann-Sonntag in Fallersleben. Geplant sind Aktionen und Angebote für Kinder und Erwachsene.

28.02.2018

Bis Freitag soll es eine zehn Zentimeter dicke Eisschicht auf dem Mittellandkanal geben. Deshalb hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt den Eisbrecher „Seewolf“ nach Wolfsburg beordert, um hier für freie Fahrt zu sorgen.

02.03.2018