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Wahlkreis Wolfsburg: Diese Kandidaten wollen nach Berlin

Bundestagswahl 2013 Wahlkreis Wolfsburg: Diese Kandidaten wollen nach Berlin

Wer soll am 22. September in den neuen Bundestag einziehen? Gut 93.000 Wolfsburger sind wahlberechtigt im Wahlkreis 51, zu dem auch der Kreis Helmstedt sowie Brome und Boldecker Land gehören – zusammen ergibt das gut 188.000 Wahlberechtigte. Neun Direktkandidaten stellen sich Ihnen zur Wahl. 

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Sie alle können nicht nur ihre Zweitstimme einer Partei geben – diese Zweitstimmen entscheiden zum Schluss darüber, welche Parteien wie viele Sitze im neuen Bundestag in Berlin bekommen. Mit ihrer Erststimme  entscheiden die Wähler zudem darüber, welcher Direktkandidat aus dem Wahlkreis Wolfsburg-Helmstedt auf jeden Fall in Berlin dabei ist.

Zurzeit vertreten zwei Parlamentarier den Wahlkreis 51 im Bundestag: Günter Lach (59, CDU) und Achim Barchmann (62, SPD). Lach gewann den Wahlkreis vor vier Jahren direkt, Barchmann zog über die SPD-Liste ein. Insgesamt treten zehn Direktkandidaten an – die neun Vertreter demokratischer Parteien stellt die WAZ auf dieser Seite vor.

         
  Heinz-Joachim Barchmann (SPD)   Die SPD schickt zum zweiten Mal Heinz-Joachim Barchmann (62) ins Rennen. Der verheiratete Vater zweier Töchter war jahrzehntelang für den DGB in Wolfsburg und in der Region tätig, seine politischen Schwerpunkte verwundern nicht: „Ich trete für gute Arbeit, sichere Rente und ein soziales Europa ein.“ Kampf gegen Niedriglöhne, Forderung nach einer Mindestrente und wirksame Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa gehören dazu.
         
  Günter Lach (CDU)   Auch Günter Lach ist für die CDU erneut im Ring. der 59-Jährige, der in fester Partnerschaft lebt, ist gelernter Werkzeugmacher und arbeitete als technischer Sachbearbeiter bei VW. Als jahrelanger Kommunalpolitiker und Ortsbürgermeister von Vorsfelde will er insbesondere die kommunale Politik in Berlin vertreten: „Was wir dort beschließen, betrifft die Kommunen und die Menschen vor Ort ganz direkt.“ Stärkung des Wirtschaftsstandorts, Verteidigung des VW-Gesetzes und die Förderung „der hervorragenden ehrenamtlichen Arbeit“ liegen ihm zudem am Herzen.
         
  Verony Reichelt (FDP)   Für die FDP ist Newcomerin Verony Reichelt am Start. Die 33-Jährige, die in fester Patnerschaft lebt, ist studierte Politologin und gelernte Redakteurin. Innerhalb der Landes-FDP bekleidet sie zahlreiche Ämter, eins ihrer wichtigsten politischen Anliegen ist der Schuldenabbau: „Wir müssen von den über zwei Billionen Euro Schulden runter kommen.“ Renten- und Pflegepolitik sieht sie als wichtige Bausteine der Zukunftsgestaltung, zudem will sie die Infrastruktur stärken – regional und auch vor Ort in den Stadt- und Ortsteilen.
         
  Volker Möll (Grüne)   Volker Möll aus Königslutter tritt für die Grünen an. Der 49-jährige studierte Architekt ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Sein wichtigstes politisches Anliegen: „Wir müssen die Energiewende endlich zu einem erfolgreichen Projekt werden lassen.“ Ein Umdenken in der Verkehrspolitik mit besserer Vernetzung von Schiene, Straße und E-Bike liegt ihm ebenso am Herzen wie der grüne Städtebau: „Unsere Städte müssen bunt, kreativ und lebendig sein.“
         
  Pia Zimmermann (Linke)   Linken-Kandidatin Pia Zimmermann (56) ist ein gestandener Politprofi. Die dreifache Mutter lebt in fester Partnerschaft, studierte Sozialwesen und ist gelernte Kauffrau und Mediengestalterin. Sie verabschiedete sich 1996 aus der SPD, saß für die Linken im Wolfsburger Rat und im Landtag. Eine ihrer Kernforderungen: „Die Rente mit 67 muss wieder weg.“ Kriegseinsätze und Waffenexporte lehnt sie ab, zudem hat sie die Menschen vor Ort im Blick: „Wohnraum und Energie müssen für alle bezahlbar sein. Und: Arbeit muss so bezahlt werden, dass man davon leben kann.“
         
  Gabriele Chartier (Freie Wähler)   Kandidatin der Freien Wähler ist Gabriele Chartier. Die 52-jährige Unternehmerin aus Flechtorf lebt in fester Partnerschaft. Sie war bis 2005 CDU-Mitglied und trat dieses Jahr den Freien Wählern bei. Ihr wichtigstes Anliegen: „Gute Bildung und Ausbildung sind die unverzichtbaren Grundsteine für unsere Wirtschaft.“ Vor Ort will sie sich für bessere Infrastruktur stark machen – und setzt auf direkte Bürgerkontakte nicht nur im Wahlkampf: „Sonst können wir kein Interesse an Politik wecken.“
         
  Jürgen Stemke (Piraten)   Pirat Jürgen Stemke (41) studierte Elektro- und Informationstechnik und arbeitet als selbstständiger Software-Entwickler. Bei den Piraten saß er im Landesvorstand, ist Parteichef in Wolfsburg und kandidierte bereits für den Landtag. Wichtigste Ziele: Eine erfolgreiche Energiewende, „bei der die Bürger vor Ort direkt profitieren und nicht Konzerne“, die Stärkung der Demokratie durch bessere Elemente der Bürgerbeteiligung und ein Ende des „Flickwerks der Sozialgesetzgebung“ – zu einem sozial gerechten System gehöre ein garantiertes Grundeinkommen.
         
  Detleff Karstens (PBC)   Für die Partei bibeltreuer Christen will Dr. Detleff Karstens (71) aus Gifhorn in den Bundestag. Der verheiratete Vater von fünf Kindern bezeichnet sich als „Physiker im Unruhestand“ und trat bereits mehrfach bei Wahlen an. Seine Hauptanliegen: „Christliche Werte in die Politik zu bringen.“ Dazu gehöre auch der Schutz des Lebens „von der Zeugung bis zum natürlichen Tod“. Von „Kita-Zwang“ hält er wenig, plädiert stattdessen für ein sozialversicherungs- und steuerpflichtiges Erziehungsgehalt, das auch das Rentensystem stärke. Auch Mindestgehalt und Energiewende könne er gut unterschreiben.
         
  Günter Hönig (OpaBraveheart)   Der unumstrittene Paradiesvogel ist Einzelbewerber Günter Hönig auf seiner Liste „OpaBraveheart“. Der 62-jährige verheiratete Vater erlebte das Unrechtssystem der DDR am eigenen Leib und zieht daraus seine Kernforderung: „Geld zurück!“ Gemeint sei damit „alles, was die von uns zu viel kassiert haben“, ob Praxisgebühr, Krankenkassen-Zusatzbeitrag oder hohe Mieten. Er wittert Wohnraumbetrug („Tausende billige Wohnungen werden gezielt blockiert, um teure zu vermieten“) und will den 17. Juni als Feiertag zurück haben – „zusätzlich, als zweiten Tag der deutschen Einheit“.
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