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„...und jetzt macht der Hecking alles falsch“

VfL Wolfsburg „...und jetzt macht der Hecking alles falsch“

Aus einem Fast-Absteiger hatte VfL-Trainer Dieter Hecking zusammen mit Manager Klaus Allofs wieder ein Spitzenteam geformt, das Vizemeister und Pokalsieger wurde. Aber in dieser Saison hinken die Wolfsburger in der Bundesliga ihren Ansprüchen weit hinterher. Im Fußball wird dann häufig schnell über den Trainer diskutiert. Beim VfL diskutiert der Trainer selbst gleich mal mit.

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Sie hinterfragen sich jeden Tag: VfL-Trainer Dieter Hecking (M.) und seine Assistenten Ton Lokhoff (l.) und Dirk Bremser.

Bevor das Gerede um Hecking richtig laut zu werden droht, sprach der bodenständige Coach gestern erstmals selbst über seine Situation - und blieb dabei gelassen. „Mir ist das egal, ich kann es ja sowieso nicht ändern, dass da diskutiert wird“, sagte er. Er ist weder einer, der im Erfolgsfall ausflippt, noch ist er einer, der nach Negativergebnissen alles in Frage stellt. Er versucht immer die Balance zu halten - auch in diesen Tagen.

Dass auch über ihn diskutiert wird, findet der 51-Jährige „normal“. Er erklärt: „Wir hinterfragen uns im Trainerteam jeden Tag. Wir wissen aber auch, dass wir in der Erfolgsphase nicht alles richtig gemacht haben. Da hat aber jeder gesagt: Der Hecking macht alles super und jetzt macht der Hecking halt alles falsch. Wenn diese Meinung vorherrscht, ist das eben so.“

Unaufgeregt, mit einem Lächeln im Gesicht, beantwortete der Coach, der in seiner Karriere noch nie rausgeflogen ist, gestern Fragen zu seiner Situation und blieb dabei authentisch, wirkte unverstellt und unverkrampft. Auch gegenüber seinen Spielern. VfL-Profi Maxi Arnold bestätigte: „Der Trainer war relativ locker im Training, er spricht weiterhin viel mit uns.“

Hecking bezeichnet solche Phasen wie die jetzt als „die wichtigsten für einen Trainer“ denn: „Wenn alles gut läuft, brauchst du als Trainer nichts zu machen.“ In Bremen lief es mal wieder nicht gut für den VfL - wie so oft in der Rückrunde. Hecking stellt sich trotzdem vor sein Team und verspricht: „Die Mannschaft wird sich straffen - da können sie sicher sein.“

eh

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