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Zwei Platzverweise: VfL 0:2 in Hannover

VfL Wolfsburg Zwei Platzverweise: VfL 0:2 in Hannover

Nach zwei Platzverweisen für den VfL Wolfsburg hat Hannover 96 seine Derby-Serie mit dem fünften Sieg in Serie fortgesetzt. Der Fußball-Bundesligist aus der niedersächsischen Landeshauptstadt gewann das Nachbarschafts-Duell am Samstag mit 2:0 (1:0) und erwischte damit einen perfekten Saisonstart. Die Gastgeber kamen vor 44.800 Zuschauern durch Leon Andreasen (17.) und Szabolcs Huszti (84.) zu ihren Toren. Die Wolfsburger mussten nach der Roten Karte für Maximilian Arnold (32.) und Gelb-Rot für Timm Klose (52.) die meiste Zeit in Unterzahl spielen.

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Hektische Szenen: Der VfL Wolfsburg verlor nicht nur das Derby in Hannover, sondern auch zwei Spieler durch Platzverweise, darunter Maximilian Arnold (l.).

VfL-Trainer Dieter Hecking konnte an seinem ehemaligen Arbeitsplatz mit dem Auftreten seines Teams nicht zufrieden sein. Im ersten von insgesamt sechs niedersächsischen Duellen der 51. Bundesliga-Saison zeigten beide Mannschaften ein hektisches und hartes Derby, in dem der VfL nur in den ersten Minuten forsch aufspielte und die Gastgeber insgesamt gefährlicher waren. Schon vor der numerischen Überzahl waren die Hannoveraner stärker. Gegen neun Wolfsburger versäumten sie es jedoch, die Partie klarer zu gestalten und hatten bei Lattentreffern von Ja-Cheol Koo (49.) und Marcel Schäfer (85.) Glück. 96 vergab gleich mehrere gute Chancen.

Zum Start der neuen Saison verlor Wolfsburgs Fußball-Bundesligist am Samstag das Niedersachsen-Duell bei Hannover 96 mit 0:2 (0:1) – und spielte dabei fast 40 Minuten zu neunt.

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Zwischenzeitlich war es sehr hektisch. Vor allem vor dem Platzverweis von Arnold ging es hoch her, kam es zur sogenannten Rudelbildung. Der Nachwuchsmann des VfL war mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf mit Karim Haggui gegangen, mehrere Spieler gerieten aneinander, ehe Schiedsrichter Felix Brych den VfL-Mittelfeldspieler vom Feld schickte. Die Entscheidung war genauso vertretbar wie der Platzverweis für den neuen VfL-Verteidiger Klose, der Mame Diouf vor der zweiten Gelben Karte nicht regelkonform attackierte. Emotional ging es andererseits zu, wenn Diego am Ball war. Hannover agierte äußerst hart, attackierte den Wolfsburger Spielmacher sofort und einige Male nicht regelgerecht. Der anfangs links spielende Brasilianer wiederum agierte zu oft umständlich, um Akzente zu setzen. Zudem verlor Diego vor der 96-Führung unnötigerweise den Ball. Andreasen, der mit Stindl eine starke Doppel-Sechs bildete, gewann den Zweikampf und schob nach einem schönen Zusammenspiel mit Diouf den Ball ins Tor. Später traf Huszti nach Vorarbeit von Andre Hoffmann mit einem Tunnel gegen VfL-Keeper Diego Benaglio.

Trainer Mirko Slomka, der in Salif Sané, Leonardo Bittencourt und Edgar Prib überraschenderweise gleich drei Neuzugänge in die Startelf beordert hatte, durfte zufrieden sein. Sein in der Vorsaison oft träge auftretendes Team wirkte frisch und lauffreudig. Besonders das schnelle Umschaltspiel sorgte für Gefahr. Ganz besonders schauten die 96-Fans bei Mame Diouf zu. Der Stürmer, der von seinem Berater auch beim VfL angeboten worden war, ist seit Wochen bei anderen Vereinen im Gespräch. Der Senegalese ließ sich von der Diskussion nicht beeindrucken und zeigte eine engagierte Leistung. Diouf scheiterte allerdings mehrfach vor dem Tor und glänzte nur als Vorbereiter.

dpa

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