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Zum Saisonfinale absteigen in Wolfsburg

VfL Wolfsburg Zum Saisonfinale absteigen in Wolfsburg

Heute tritt zum dritten Mal in einem Bundesliga-Finale ein Team in Wolfsburg an, für das es um den Klassenerhalt geht. Der VfB Stuttgart würde dabei gern so jubeln wie Mönchengladbach 1998 – und nicht so leiden wie der 1. FC Kaiserslautern 2006.

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Tränen der Erleichterung (Bild links): Stefan Effenberg und Gladbach-Trainer Friedel Rausch 1998 in Wolfsburg - Tränen der Trauer (Bild rechts): Lautern-Klubchef René C. Jäggi, Halil Altintop (l.) und Ingo Hertzsch (r.) 2006 in Wolfsburg.

Quelle: imago

Gladbach 1998: Die einen haben‘s vermieden...

Gleich in ihrer ersten Bundesliga-Saison 1997/98 waren die Wolfsburger am letzten Spieltag das Zünglein an der Abstiegswaage. Die Konstellation dabei war vergleichbar mit der heute: Für den VfL ging es, nachdem er am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt trotz eines 0:4 beim 1. FC Kaiserslautern eingetütet hatte, um nichts mehr. Für die angereiste Borussia aus Mönchengladbach ging es hingegen wie für den VfB Stuttgart heute (15.30 Uhr) um das nackte Überleben in der Fußball-Bundesliga. Wobei Stuttgart „nur“ noch den Relegationsplatz schaffen kann - Stefan Effenberg und Co. spielten damals um den direkten Klassenerhalt.

Damals wie heute war der VfL-Gast zwingend auf einen Sieg in Wolfsburg angewiesen. Gleichzeitig musste Gladbach genauso wie Stuttgart in der Gegenwart auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen. Stefan Effenberg und Peter Wynhoff sorgten mit ihren Treffern für einen ungefährdeten Sieg gegen die Elf desdamaligen VfL-Trainers Wolfgang Wolf, die sich schwertat, angesichts der sportlichen Belanglosigkeit nochmal Vollgas zu geben.

Gerettet war die Fohlen-Elf mit diesem Sieg allerdings noch nicht. Im Parallelspiel durfte der Karlsruher SC keinen Punkt von Hansa Rostock entführen, sonst wäre die Borussia abgestiegen. Nach Thomas Häßlers Führungstreffer für die Badener schwanden die Hoffnungen der Gladbacher.

Doch die Hansa-Kogge kam wieder zurück und gewann das Spiel am Ende noch mit 4:2 - Gladbach verhinderte so in Wolfsburg den Abstieg.

mäk

Kaiserslautern 2006: ...die anderen zum Glück nicht

Gestern auf den Tag genau vor zehn Jahren gab es das dramatischste Abstiegsendspiel der jüngeren Bundesliga-Geschichte. Mittendrin: Der VfL Wolfsburg, der am letzten Spieltag den 1. FC Kaiserslautern im direkten Kellergipfel zu Gast hatte. Ausgangslage: Der Verlierer steigt ab, ein Remis reicht dem VfL zum Klassenerhalt.

In einer an Spannung kaum zu überbietenden Partie waren die Wolfsburger nach Halil Altintops Führung für den FCK über eine Dreiviertelstunde zweitklassig. Doch dann machte sich Cedrick Makiadi unsterblich. Der VfL-Youngster, den vor diesem Spiel nur wenige auf dem Zettel hatten, wurde zum Matchwinner, erzielte in der 66. Minute den Ausgleich und legte drei Minuten später für Diego Klimowicz zum 2:1 auf. Marcel Ziemer sorgte mit dem 2:2 in der 86. Minute noch einmal für Spannung, aber mehr passierte nicht. Der VfL schickte seinen einstigen Erfolgstrainer Wolfgang Wolf mit dem FCK in die 2. Liga.

Heute geht‘s glücklicherweise nur für den VfL-Gegner um viel – doch die Wolfsburger wissen, dass viele auf sie schauen, erwarten, dass sie sich nicht hängen lasssen. Coach Dieter Hecking: „Der Fokus wird sich auf die Spiele in Bremen und in Wolfsburg richten. Wir sind uns der Verantwortung mit Blick auf den Abstiegskampf bewusst.“

mäk

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