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Zu seinem Dienstantritt stellt die WAZ die Eigenheiten von McClaren vor

So arbeitet der neue VfL-Trainer: Mit Al Pacino, ohne Regenschirm Zu seinem Dienstantritt stellt die WAZ die Eigenheiten von McClaren vor

Heute kommt er nach Wolfsburg, ab Juli soll er den abgestürzten Meister VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga wieder in die Spitze führen. Doch wie tickt der neue Trainer Steve McClaren? Worauf müssen sich die Profis einstellen? Die WAZ hat einige Eindrücke zusammengefasst.

Lange Leine oder harter Hund?
McClaren setzt auf Disziplin und Vertrauen. Seine Arbeit mit Fußballern beschreibt er selbst so: „Eine Mannschaft zu trainieren, ist wie eine Taube in der Hand zu halten: Drückt man zu fest zu, tötet man sie, lässt man zu locker, fliegt sie dir davon.“ In Enschede gab‘s selten Geldstrafen, aber häufiger klärende Gespräche unter vier Augen.

Motivator oder Dampfplauderer?
Seine Ex-Spieler schwärmen alle von McClarens Motivationskünsten. Vor dem entscheidenden Meisterschaftsspiel mit Enschede ließ der Engländer ein spezielles Video anfertigen: Er mixte Szenen der Twente-Saison mit Ausschnitten aus dem Film „An jedem verdammten Sonntag“, in dem Al Pacino einen Football-Trainer spielt. Er wirkte, als würde der US-Schauspieler mit den Enscheder Spielern sprechen. Nach dem Titelgewinn waren sich alle Profis einig: Das war das Mittel zum Sieg.

Ruhender Pol oder nervöses Hemd?
McClaren möchte sich selbst ein Bild von dem Kader machen, den er beim VfL hat. „Vor ein paar Jahren wäre ich zu einem neuen Verein gekommen und hätte in den ersten fünf Minuten alles ändern wollen“, schildert der Engländer. „Inzwischen habe ich aber gelernt, geduldig zu sein.“ In Enschede wechselte er selten die Startelf. Vertrauen zwischen ihm und den Spielern ist dem Coach sehr wichtig.

Langweiler oder Frohnatur?
Nach seiner Entlassung als Englands Nationaltrainer wurde er in seiner Heimat verspottet („Der Trottel mit dem Regenschirm“). McClaren hält die Kritik im Nachhinein zwar für „sehr ungerecht und unbegründet“, aber er sieht‘s auch mit britischem Humor: „Ich benutze keine Schirme mehr.“ Der Coach erzählt sogar seinen Spielern, wie’s damals war, um sie vor Fehlern zu bewahren.

rs

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