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Zu harmlos für Europa

VfL Wolfsburg Zu harmlos für Europa

Sollte das wirklich die letzte Chance auf den Sprung nach Europa gewesen sein, dann hat das den VfLern vorm Spiel wahrscheinlich keiner verraten. Mit einer emotionslosen, schwachen und vor allem offensiv komplett enttäuschenden Leistung beendete Wolfsburgs Fußball-Bundesligist am Freitagabend alle intenationalen Träume, verlor bei Bayer Leverkusen verdient mit 0:3 (0:1).

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Keine Durchsetzungskraft: Ein schwacher VfL mit einer harmlosen Offensive (r. Max Kruse) kassierte gestern eine 0:3-Pleite bei Bayer Leverkusen.

Quelle: dpa

„Wir haben nicht den Beweis angetreten, dass wir noch Anspruch auf die Champions League haben“, stellte ein sichtlich frustrierter VfL-Manager Klaus Allofs nach dem Abpfiff fest.

Nach dieser Leistung verbietet es sich allerdings auch, noch die Abstände zu Europa-League-Rängen auszurechnen - da gehört dieser VfL nicht hin. Ein mickriges Törchen gab es in den letzten drei Liga-Spielen, Wolfsburgs Sturm hatte diesen Namen zuletzt nie verdient. Dass gestern Max Kruse trotz des Wirbels um ihn wieder Mittelstürmer spielen musste, war angesicht des dünnen Kaders vielleicht alternativlos - sinnvoll war es im Nachhinein nicht, er knüpfte nahtlos an seine effektfreien Auftritte in Hoffenheim und gegen Darmstadt an, das gesamte Angriffsspiel lahmte. Allofs: „Das war viel zu harmlos, dafür gibt es gar keine Worte.“

Kruse wurde am Freitagabend nach gut einer Stunde ausgewechselt - ihn gar nicht zu bringen, sei kein Thema gewesen. „Er weiß, dass er unter besonderer Beobachtung steht. Aber wir vertrauen ihm, dass er die Kurve kriegt“, hatte Allofs direkt vor dem Spiel gestern noch mal betont. Sein Wunsch („Max soll sich so zeigen, wie wir das von ihm erwarten“) ging gestern zumindest nicht in Erfüllung.

Der Wirbel um Kruse, die endlich geschlossene Dauerbaustelle Nicklas Bendtner - war beim VfL vielleicht doch zuviel neben dem Platz los? Trainer Dieter Hecking äußerte sich dazu gegenüber Sky: „Ich habe irgendwo ,Sauhaufen‘ gelesen. Aber man kann nicht wegen ein, zwei Spielern die ganze Mannschaft infrage stellen. Wir haben keinen Sauhaufen.“ Er fügte allerdings auch hinzu: „Störfeuer sind für eine Mannschaft nie gut.“

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