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Yannick Gerhardt: „Es macht einfach Spaß“

Der Neuzugang über seine ersten Wochen beim VfL Wolfsburg Yannick Gerhardt: „Es macht einfach Spaß“

Bad Ragaz. Er kann in der Abwehr und im Mittelfeld spielen - seine Vielseitigkeit war mit ein Grund, warum der VfL Yannick Gerhardt haben wollte und daher auch bereit war, viel Geld zu bezahlen. 11 Millionen Euro hat der Wolfsburger Fußball-Bundesligist an den 1. FC Köln für den 22-Jährigen überwiesen.

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Quelle: Boris Baschin

Vor der Abreise aus dem Trainingslager zum Testspiel bei Sporting Lissabon (siehe Bericht) sprach Gerhardt mit WAZ-Sportjournalist Marcel Westermann über seine ersten Tage beim VfL, den Auftakt gegen seine Ex-Kollegen und das Nein zu Olympia.

Sie sind jetzt seit fast vier Wochen in Wolfsburg. Wie war die erste Zeit?

Die ersten Wochen waren durchweg positiv. Am Anfang ist man viel mit der Mannschaft unterwegs, damit man sich schnell integrieren kann, und es steht viel Training an. Wir waren jetzt mehrere Tage in Bad Ragaz. Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber es war natürlich auch anstrengend. Bisher bin ich sehr zufrieden.

Wie war das Trainingslager?

Die Bedingungen waren optimal, um sich perfekt auf die Saison vorzubereiten. Das Hotel und das Essen waren super. Auch der Trainingsplatz war in einem perfekten Zustand. Das hat man nicht so oft. Wir haben täglich im taktischen Bereich gearbeitet. Es macht einfach Spaß, mit den Jungs Fußball zu spielen.

Die ersten Fans tragen das Trikot mit Ihrem Namen auf dem Rücken. Bedeutet Ihnen das etwas?

Natürlich. Man spielt auch Fußball, damit man Vorbild für Kinder ist. Für mich war es früher nicht anders, ich hatte auch meine Vorbilder. Wenn man heute die kleinen Jungs in seinem Trikot sieht, macht mich das schon glücklich.

Wer war denn Ihr Vorbild?

Am Anfang war es Michael Ballack. Aber ich hatte leider nie die Möglichkeit, ihn zu treffen (lacht).

Konnten Sie sich Wolfsburg schon ansehen?

Wir haben die ersten zwei Wochen ja noch in Wolfsburg trainiert. Da war ich oft nach dem Training mit den Jungs essen. Man findet hier auch alles vor, was man braucht, um sich wohlzufühlen. Es gibt einige gute Restaurants, ein paar Italiener hatten leider noch Urlaub. Ich hoffe, dass ich da in den nächsten Tagen mal essen gehen kann.

Welche Stadt gefällt Ihnen besser? Köln oder Wolfsburg?

Man darf die Städte nicht miteinander vergleichen. Köln ist eine Großstadt und für mich auch immer noch Heimat. Ich bin da aufgewachsen, von daher kann man das nicht vergleichen. Aber ich finde, dass Wolfsburg als kleinere Stadt einiges zu bieten hat.

Jetzt findet das erste Heimspiel des VfL in der neuen Saison ausgerechnet gegen Köln statt. Was wird das für Sie persönlich für eine Partie?

Es war ja klar, dass das Spiel irgendwann kommen wird. Aber ich habe natürlich nicht damit gerechnet, dass es jetzt das erste Heimspiel wird. Ich freue mich darauf, gegen die alten Teamkollegen zu spielen und ich hoffe, dass wir das Spiel gewinnen werden.

Ist es schwer für Sie, die Verbundenheit für 90 Minuten auszublenden?

Ja, schon. Trotzdem sind wir Profis genug, dass wir uns dann auf unseren Beruf konzentrieren können. Das Spiel ist dann wie jedes andere. Wenn ich zum Einsatz komme, werde ich meine Leistung bringen, damit wir die drei Punkte behalten.

Der Konkurrenz-Kampf auf Ihrer Position im defensiven Mittelfeld ist beim VfL ziemlich groß. Spornt Sie das an oder baut das Druck auf?

Konkurrenzkampf tut jeder Mannschaft gut. Ohne Konkurrenzkampf würde man sich auch nicht so enorm verbessern können, denn so muss man in jedem Training an seine Grenzen gehen. Und es gibt viele Spieler, von denen man noch etwas lernen kann. Luiz Gustavo hat bisher leider noch nicht so oft mittrainiert. Aber er ist ein Spieler, der schon alles erreicht hat. Sich mit ihm im Training messen zu können, ist für mich eine schöne Erfahrung. Ich weiß, dass wir sehr viel Konkurrenz haben, aber ich glaube, das braucht man auch, um mit einer Mannschaft erfolgreich zu sein.

Sie wären gern mit zu den Olympischen Spielen gefahren. Ist die Enttäuschung noch groß, dass Sie nicht mit dabei sind oder sehen Sie es als Vorteil, dass Sie mit dem VfL die gesamte Vorbereitung absolvieren können?

Ich kann den Verein auf jeden Fall verstehen. Es ist natürlich schade. Olympia wäre eine einmalige Sache gewesen. Durch den Wechsel kann ich aber nachvollziehen, dass es wichtig ist, sich in dem neuen Umfeld schnell einzuleben. Daher ist es auch ein Vorteil, dass ich die komplette Vorbereitung mitmachen und schnell die taktischen Überlegungen des Trainers umsetzen kann.

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