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Wolfsburg verliert 0:1 bei Hertha: Vorne wieder zu wenig

VfL Wolfsburg Wolfsburg verliert 0:1 bei Hertha: Vorne wieder zu wenig

Der Party gegen Leverkusen folgte der Kater in Berlin: Mit 0:1 (0:1) verlor der VfL gestern Abend seine Partie bei Hertha BSC, ausgerechnet Salomon Kalou (galt mal als VfL-Kandidat) erzielte das Tor des Tages, Wolfsburgs Fußball-Bundesligist war vor 35.900 Zuschauern offensiv wieder mal zu harmlos.

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Die beiden Hauptdarsteller: Wolfsburgs Ricardo Rodriguez (l.), der vor dem entscheidenden Treffer patzte, schiebt Frust, Herthas Torschütze Salomon Kalou jubelt.

Stürmer Ivica Olic auf der linken Seite, ein frischer Innenverteidiger rein - beim VfL wurde umgebaut, trotzdem sah es so aus wie (fast) immer in dieser Saison: mehr Ballbesitz als der Gegner, eine ordentliche Spielkontrolle, gute Offensiv-Ansätze, aber viel zu wenig Torgefahr. Lediglich Vieirinha hatte eine richtig gute Strafraumszene.

Hertha spielte abwartend, aber defensiv konsequent, agierte teilweise in Manndeckung und lauerte auf Fehler des VfL. Den größten machte ausgerechnet der insgesamt fahrig wirkende Ricardo Rodriguez, Herthas neuer Star-Stürmer Kalou war als Torschütze der Nutznießer.

Nach der Pause wechselte VfL-Trainer Dieter Hecking offensiv, brachte zunächst Daniel Caligiuri für Olic, der mit der Linksaußen-Position spürbar fremdelte; später kamen auch Aaron Hunt und Ivan Perisic (erster Saisoneinsatz nach Schulterverletzung) dazu. Hertha zog sich immer weiter zurück, der VfL-Druck wurde größer, die Szenen im Strafraum oder zumindest in Strafraumnähe nahmen zu. Aber gefährliche Abschlüsse blieben Mangelware, weil es an Tempo und Ideen fehlte - und weil es der wieder einmal umtriebige Kevin De Bruyne nicht allein lösen kann. Herthas Konter wurden seltener, aber fast wieder erfolgreich, als Kalou nur knapp am stark parierenden Diego Benaglio scheiterte.

Und so blieb aus VfL-Sicht das traurige Fazit: Der Wille war da, die Torgefahr fehlte - und weil‘s im Fußball vor allem um Tore geht, war die Niederlage nicht unverdient.

eh/apa

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