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Wolfsburg und der graue Alltag - Kruse: "Dinge ändern"

VfL Wolfsburg Wolfsburg und der graue Alltag - Kruse: "Dinge ändern"

Der VfL Wolfsburg überwintert in der Champions League - im Liga-Alltag steht aber irgendwie eine andere Mannschaft auf dem Platz: Auch in Stuttgart enttäuschten die Nationalspieler Julian Draxler, André Schürrle und Max Kruse.

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Quelle: Daniel Maurer/dpa

Nach der enttäuschenden Partie für ihn und seinen Club lief Kruse erst vor der Kamera zu großer Form auf. "Wir müssen grundlegende Dinge ändern. Wir sind nicht eng genug am Mann, sind passiv ohne Ende. Das hat nichts mit der Struktur oder den Spielern auf dem Platz zu tun, sondern mit der Einstellung", wetterte der Nationalspieler im TV-Sender Sky.

Auf der ganz großen Bühne hat der Champions-League-Achtelfinalist im letzten Halbjahr geglänzt, im Bundesliga-Alltag aber haben sich die Fußballstars des VW-Clubs selten mit Ruhm bekleckert. Mit einem fast schon peinlichen 1:3 (1:2) beim VfB Stuttgart gehen die Niedersachsen nun in die Winterpause.

"Ach, wissen sie! Die Spieler sind nach dem Spiel auch enttäuscht. Manchmal sollten sie den Mund halten", kommentierte Dieter Hecking den Rundumschlags Kruses. Der VfL-Trainer war ebenso angefressen wie Manager Klaus Allofs. Sechs Punkte lautete die Zielvorgabe vor den beiden letzen Hinrunden-Spielen. Es reichte aber nur zu einem Zähler gegen den Hamburger SV. Und mit nur einem Auswärtssieg verbuchten die Niedersachsen die gleiche schwache Ausbeute wie die Abstiegskandidaten Stuttgart und Hoffenheim.

Im Feld der Bayern-Verfolger ordnete sich Wolfsburg nun erstmal hinten ein. "Wir müssen hart arbeiten, damit wir in die Verfassung kommen, vorne mitmarschieren zu können", sagte Hecking. Mit "leichtesten Ballverlusten" habe man den VfB förmlich eingeladen: "Diese Nachlässigkeiten von uns wurden rigoros genutzt."

Für den VfL-Coach war die Partie "ein Spiegelbild der Hinrunde". Der Vizemeister und Pokalsieger der vergangenen Saison war durch Maximilian Arnold bereits in der 14. Minute in Führung gegangen. Doch der von den Wolfsburgern umworbene Daniel Didavi schoss mit wunderbarer Eleganz und Präzision den Ball zweimal in den Winkel (22. und 47. Minute); zwischendurch hatte noch Filip Kostic (31.) für den VfB getroffen. Fast widerstandslos ergaben sich die Wolfsburger ihrem Schicksal.

"Wir haben ganz andere Ansprüche. Wenn man beim Tabellenletzten mit 1:0 in Führung geht, der unter der Woche 120 Minuten gespielt hat, dann gibt es keine Erklärung, dass man nicht gewinnt", meinte Kruse. Seit vier Spielen ist der VfL nun ohne Sieg - so eine lange Durststrecke gab es noch nie unter Hecking (seit Anfang 2013 in Wolfsburg).

"Das war ein Riesenrückschlag, auch was unser Bemühen angeht, uns wieder für die Champions League zu qualifizieren", klagte Allofs. "Eine Mannschaft, die unsere Ansprüche hat, die muss - ich sage nicht kann -, die muss anders Fußball spielen. Wir haben zu viele, die ihr Potenzial nicht abrufen." Es sei an der Zeit, ein paar Dinge aufzuarbeiten.

dpa

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