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Wolfsburg-Coach Hecking will Ex-Verein stoppen

VfL Wolfsburg Wolfsburg-Coach Hecking will Ex-Verein stoppen

Der Wolfsburger Trainer Dieter Hecking möchte eine mögliche Aufholjagd seines abstiegsgefährdeten Ex-Clubs stoppen. „Wir wollen einen zweiten Hannover-Sieg in Serie verhindern“, sagte der VfL-Coach vor dem Niedersachsen-Derby der Fußball-Bundesliga an diesem Dienstag in Hannover.

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Dieter Hecking trifft mit dem VfL Wolfsburg auf seinen Ex-Club Hannover 96.

Quelle: Archiv

„Hannover steht enorm unter Druck“, kommentierte er am Montag die Situation des Tabellenletzten, der am Samstag nach acht Niederlagen erstmals wieder gewonnen hatte: „Der 96-Sieg in Stuttgart war sehr wichtig. Die Mannschaft glaubt noch an sich.“  Hecking, der 96 drei Jahre lange trainierte, muss in Hannover mehrere Ausfälle verkraften, darunter Abwehrchef Naldo. „Ein Fragezeichen steht auch hinter Vieirinha“, sagte der Wolfsburger Coach: „Ob ein anderer Verletzter zurück in den Kader kommt, ist noch offen.“ 

Der zuletzt fast immer auf der Bank sitzende André Schürrle sei „wieder eine Option für die Startelf“. Trotz der vielen Ausfälle wird Hecking erneut auf Nicklas Bendtner verzichten. „Die Tür ist nicht endgültig zu. Wenn er über einen längeren Zeitraum das zeigt, was wir von ihm erwarten, geht Tür wieder auf“, erklärte der Coach.

In Wolfsburg fällt fast eine komplette Elf aus und die Personalprobleme haben sich durch die schwere Schulterverletzung von Naldo verschärft. Schaaf betonte dennoch: „Das ist trotz der vielen Ausfälle noch immer ein Topteam.“ 

Der VfL hat ganz andere Ziele als der 90 Kilometer entfernte Nachbar und will auf direktem Weg in die Champions League. Doch von Platz drei ist Wolfsburg bereits acht Punkte entfernt. „Von den verbleibenden elf Spielen müssen wir mindestens sieben gewinnen“, sagte Manager Klaus Allofs. Den ersten Drei-Punkte-Erfolg erwartet der VfL-Geschäftsführer in Hannover.  

Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 kämpft verzweifelt gegen den Abstieg, der VfL Wolfsburg um einen Europapokalplatz. Das Niedersachsen-Derby verdeutlicht, wie weit die beiden Clubs von ihren Ansprüchen entfernt sind. 

Beide Teams unter Druck

Wäre die Saison bereits nach dem Niedersachsen-Derby am Dienstag (20 Uhr/Sky) beendet, beide Mannschaften wären bitter enttäuscht. Hannover 96 und der noch wesentlich ambitionierte VfL Wolfsburg stehen derzeit so schlecht da, dass der eine Club selbst im Falle eines Sieges aus der Fußball-Bundesliga absteigen müsste und der andere - auch im Falle eines Sieges - keinen europäischen Wettbewerb erreichen würde. Das wäre sportlich und wirtschaftlich für beide eine Katastrophe.  Dieses kleine Gedankenspiel zeigt, wie ernst die Lage ist. Und wie weit die beiden niedersächsischen Teams von ihren eigenen Zielsetzungen und Ansprüchen entfernt sind. Entsprechend groß ist der Druck, denn das Derby ist eine von nur noch elf Möglichkeiten, die Saison halbwegs zu retten. 

Hannover will nach dem Ende der schwarzen Serie von acht Niederlagen am Stück gegen den VfL nachlegen. Der unerwartete 2:1-Sieg in Stuttgart hat 96 im Kampf um den Klassenerhalt ein bisschen Selbstvertrauen zurückgegeben. „Sie haben erlebt, dass das Spiel ihnen Bestätigung gibt“, urteilte 96-Coach Thomas Schaaf. 

Schaaf kann im Niedersachsen-Derby die in Stuttgart siegreiche Startelf einsetzen. „Wir sind von Verletzungen verschont geblieben“, sagte er. „Die, die gespielt haben, haben es gut gemacht.“ Ob es deshalb bei der Aufstellung “1:1 so weitergeht“, könne er aber „noch nicht beantworten“.

Kein Kontakt zwischen Schaaf und Allofs

Die ehemaligen Bremer Meistermacher Thomas Schaaf und Klaus Allofs haben keinen Kontakt mehr. Es gebe „kein gegenseitiges Bedürfnis, uns regelmäßig zu treffen“, sagte Schaaf am Dienstag: „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir uns das letzte Mal gesehen oder gesprochen haben.“ 

Der inzwischen bei Hannover 96 tätige Trainer erwartet, dass er den als Manager beim VfL Wolfsburg tätigen Allofs am Dienstag beim Niedersachsen-Derby in der Fußball-Bundesliga wiedersieht: „Ich denke mal, dass er morgen da ist.“ Trainer und Manger hatten bei Werder mehr als zehn Jahre erfolgreich zusammengearbeitet und unter anderem 2004 das Double gewonnen, ehe Allofs im November 2012 überraschend nach Wolfsburg wechselte. 

dpa

+++ Dieser Artikel wurde aktualisiert +++

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