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Wo war die Leidenschaft?

VfL Wolfsburg Wo war die Leidenschaft?

Der VfL gegen die Eintracht - für die Braunschweiger Fans und die meisten Profis des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten war es offenbar kein Derby. Die Eintracht-Fans skandierten mehrmals hämisch: „Und das soll euer Derby sein!“ Bei den meisten Wolfsburger Spielern vermisste man die Leidenschaft, die man gerade in solch einer Partie zwingend braucht.

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So sehen Verlierer aus! VfL-Trainer Dieter Hecking grübelt nach der Pleite gegen Braunschweig. Den Vorwurf, dass sein Team keine Leidenschaft gezeigt habe, will er nicht gelten lassen.

Quelle: imago sportfotodienst

Fehlende Leidenschaft - das Gros der VfL-Fans wirft genau das Ivan Perisic und Co. vor. Gestern war das ein großes Thema bei den Anhängern. Auch bei Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs. Die wehrten sich in diesem Punkt. „Ich denke schon, dass meine Jungs gewusst haben, was für die Menschen, die mit dem Verein fiebern, auf dem Spiel gestanden hat“, wiedersprach der VfL-Trainer, „die Mannschaft wollte.“

In vielen Internetforen, aber auch am Tag nach der schlimmen Pleite am Trainingsplatz, sorgte die fehlende Leidenschaft für Gesprächsstoff. Im Netz wird immer wieder gefragt: „Warum habt ihr uns keine Leidenschaft gezeigt?“ Oder hämisch fomuliert: „Und das nennt ihr Leidenschaft?“

Heckings Erklärungsversuch: „Wie das dann immer so ist in solchen Spielen: Auf einmal ist der Kopf leer, die Beine schwer und die Fehler summieren sich. Es gibt solche Tage, in denen es genau so kommt.“

Ausgerechnet in Wolfsburg! Ausgerechnet in Wolfsburg ist Eintracht Braunschweig der erste Saisonsieg gelungen, ausgerechnet in Wolfsburg hat der VfL für eine der größten Fußball-Enttäuschungen seit Jahren gesorgt. Mit 2:0 (1:0) gewann der Aufsteiger das Bundesliga-Derby – und er gewann es verdient. Der überragende Karim Bellarabi und Domi Kumbela erzielten die beiden Treffer.

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Auch Manager Allofs, der die Derby-Deppen kritisiert (siehe Bericht), sprang dem Trainer zur Seite und stellte sich in diesem Punkt hinter die Mannschaft: „Ich habe gehört, dass gesagt wird, die Spieler seien unberührt geblieben, hätten nicht alles gegeben - das war nicht der Fall. Das war keine Frage des Wollens, sondern eine Frage des Umsetzens.“

apa/eh/rs

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