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Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg nach Europa

VfL Wolfsburg Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg nach Europa

Dass André Schürrle eine gute Torchance vergibt, ist im Grunde nicht bemerkenswert. Dass er es in der Nachspielzeit tut, auch nicht. Aber dass es die einzige VfL-Torgelegenheit im ganzen Spiel war, das tut aus VfL-Sicht schon weh. Mit 0:1 (0:1) verlor ein seltsam leidenschaftsloser Wolfsburger Fußball-Bundesligist am Samstag bei 1899 Hoffenheim.

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Und wieder grätscht ein Hoffenheimer dazwischen: Der Vorletzte (l. Eduardo Vargas) knöpfte dem VfL (r. Daniel Caligiuri) den Schneid ab.

Quelle: Imago

Das einzige Tor durch Andrej Kramaric fiel bereits in der dritten Minute, 90 Spielminuten später hatte - so kurios das klingt - der VfL diese Niederlage mehr verdient als die abstiegsbedrohten Kraichgauer den Sieg. Dass der meistens mit bedächtiger Wortwahl operierende Klaus Allofs die simple Frage „Was war das für ein Spiel?“ auch 20 Minuten nach dem Abpfiff noch mit einem knappen „Ein Scheiß-Spiel!“ beantwortete, zeigt den Ärger des VfL-Managers über die Leistung. Berechtigten Ärger.

Denn während Hoffenheim um die Chance auf den Klassenerhalt leidenschaftlich kämpfte, hatte der VfL über weite Strecken die Aggressivität einer christlichen Teestunde. Vor allem Wolfsburger Offensivkräfte ließen sich durch eine die Grenze des Erlaubten austestenden Härte des Vorletzten beeindrucken. Anders gesagt: Wenn ein grüner und ein blauer Körper aufeinanderprallten, lag am Ende meistens der grüne auf dem Boden. Allofs: „Wenn man bei einem Klub spielt, der um die Existenz kämpft, darf man nicht erwarten, dass man es spielerisch lösen kann. Viele waren vom Kopf her nicht bereit, dagegenzuhalten. Insgesamt war es einfach ein Spiel, in dem wir in den Zweikämpfen nie dieses Durchsetzungsvermögen gezeigt haben.“

Und wo der Wille fehlt, ist der Weg nach Europa weit. Der Abstand für den VfL auf Rang drei beträgt jetzt acht Punkte, der auf Platz vier (Champions-League-Qualifikation) fünf Punkte. Eine Ausgangslage, die - im Gegensatz zur VfL-Leistung - durchaus noch Raum für Hoffnungen lässt. „Die Lücke ist großer geworden“, so Startelf-Comebacker Daniel Caligiuri, „aber wir wollen versuchen, dranzubleiben, müssen gegen Darmstadt gewinnen und dann schauen, was die anderen machen.“ Allofs sieht es ähnlich: „Es bleibt ein Spiel weniger, wo man etwas liegen lassen kann. Wir müssen jetzt schon einen richtigen Durchmarsch machen, um da noch eine realistische Chance zu haben.“

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