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Wir sind neidisch auf Wolfsburg!

VfL Wolfsburg Wir sind neidisch auf Wolfsburg!

Dem VfL Wolfsburg wurde von der Konkurrenz zuletzt immer wieder eine rosa Zukunft vorausgesagt - und fast immer klang dabei ein bisschen Neid durch. Jetzt hat zum ersten Mal ein Manager der Fußball-Bundesliga das auch offen ausgesprochen: „Natürlich schaut man da neidisch drauf“, sagte Horst Heldt vor dem Spiel seiner Schalker morgen (15.30 Uhr) gegen den VfL.

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Beim Rennen um Neuzugang Kevin De Bruyne soll der VfL auch Schalke ausgestochen haben - das könnte den Neid erklären. In Wolfsburg, so Heldt, sei es „viel leichter, eine Mannschaft zu entwickeln“. Das gängige Tradition-gegen-Kommerz-Klischee bediente Heldt bei der Gelegenheit auch noch: Er würde mit seinem Wolfsburger Kollegen Klaus Allofs nicht tauschen, denn „die Tradition ist für mich doch um so vieles mehr wert als andere Gegebenheiten“.

Heldts Neid bezieht sich natürlich auf VfL-Eigner VW, der dem Wolfsburger Klub einen finanziellen Spielraum gibt, den andere nicht haben. So seien die Wolfsburger nach Heldts Meinung dabei, „eine Mannschaft zu formen, die in den nächsten Jahren ganz oben mitspielen kann“. Ähnlich hatte sich in dieser Woche auch VW-Kommunikationschef und VfL-Aufsichtsrats-Vize Stephan Grühsem geäußert, der den VfL „perspektivisch zu einem der Herausforderer der Münchner“ machen will.

Der VfL also doch als Bayern-Jäger? Solche Aussagen können schnell das Vorurteil vom VfL als überehrgeizigen Gernegroß bestätigen. Manager Allofs versucht darum, die VW-Ziele diplomatisch zu relativieren: „Wir wollen auf Sicht zu den drei, vier besten Mannschaften in Deutschland gehören. Wenn das darauf beschränkt wird, dass wir Bayern-Jäger werden, und das morgen schon, dann ist das falsch.“ Grundsätzlich sei er mit VW „nicht unterschiedlicher Meinung“, aber: „Wir formulieren das ein bisschen vorsichtiger.“

apa

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