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„Wir sind immer auf einer Wolke geschwebt“

VfL Wolfsburg „Wir sind immer auf einer Wolke geschwebt“

Sechs Spiele hintereinander nicht gewonnen, in der Tabelle und vor allem in der fußballerischen Qualität deutlich hinter den eigenen Ansprüchen zurück - der VfL steckt in der Krise. Trainer und Manager des Wolfsburger Bundesligisten versuchten am Montag, am Tag nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Köln, eine Einordnung.

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Bewahren trotz Krise die Ruhe: VfL-Manager Klaus Allofs (l.) und Trainer Dieter Hecking.

Quelle: Imago

„Man muss sich anschauen, wo wir herkommen“

„Man muss sich vielleicht“, meinte etwa Manager Klaus Allofs, „in diesen Tagen noch mal intensiver anschauen, wo wir herkommen.“ Seit der Neuorientierung des VfL Ende 2012/Anfang 2013 war es „ein sehr steiler Anstieg der Leistungen - wir sind ja nicht mal auf der Stelle getreten, sondern es ging immer vorwärts. Wir sind immer auf einer Wolke geschwebt, es hat vieles funktioniert.“

Als Allofs im November 2012 kam, verdaute der VfL gerade noch die Nachwirkungen der Magath-II-Ära, schwebte in Abstiegsgefahr und hatte einen aufgeblähten Kader mit Spielern wie Hrvoje Cale, Rasmus Jönsson und Yohandry Orozco, an die sich längst keiner mehr erinnert. Der Manager holte Dieter Hecking als Trainer, beide stehen seitdem für eine mehr als gute Bilanz: elfter Platz 2013, fünfter Platz 2014, Vizemeisterschaft und Pokalsieg 2015, dazu eine vernünftige Kadergröße und dank des Verkaufs von Kevin De Bruyne eine wirtschaftlich vernünftige Transferbilanz.

„Jetzt zeigt sich, wie wir alles das meistern können“

Dass es nun „auch mal Rückschritte geben kann, ist keine Besonderheit“, so Allofs. „Wer lange genug dabei ist, der weiß das.“ Und um das zu erreichen, was der VfL sich langfristig vorgenommen hat - „nämlich dauerhaft eine deutsche Spitzenmannschaft zu sein“ -, müsse man „auch diese Phasen überstehen. Jetzt zeigt sich, wie wir alle - Team, Führung, Stadt, Fans - das meistern können.“

Und wie wird es gemeistert? Trainer Hecking versucht, Gelassenheit auszustrahlen - auch gegenüber der Mannschaft. „Im Moment ist gewisse Verunsicherung zu spüren. Darüber muss man sprechen. Aber da geht es dann nicht darum, noch mehr Druck zu erzeugen - der kommt von alleine, aufgrund der Tabellensituation, aufgrund der sechs nicht gewonnenen Spiele.“

„Nicht alles verändern, wenn man eine Delle drinhat“

Am Samstag geht‘s für das Schlusslicht der Auswärtstabelle zum Spiel auf Schalke - ein direkter VfL-Konkurrenz im Kampf um die internationalen Plätze. „Das Wichtigste wird sein“, so Hecking, „dass die Mannschaft nicht den Glauben an sich verliert. Das muss sie auch nicht - denn sie ist gut.“

Das klingt angesichts der letzten Leistungen natürlich wie das berühmte Pfeifen im Walde - denn diese VfL-Mannschaft war bestenfalls theoretisch gut, Top-Niveau über einen längeren Zeitraum hat sie seit dem De-Bruyne-Abschied nicht gezeigt. Der Glaube daran, dass sich das noch in dieser Saison ändert, ist bei Trainer und Manager unerschütterlich. Hecking: „Man muss nicht gleich immer alles verändern, wenn man eine Delle drinhat. Wir versuchen, in unserer Arbeit die Linie beizubehalten, die mehrere Jahre lang erfolgreich war.“

„Sind optimistisch, unsere Ziele noch zu erreichen“

Die Rückkehr in die Champions League bleibt darum auch das Ziel. „Und wir sind optimistisch, unsere Ziele doch noch zu erreichen“, fügte Allofs am Montag an. Was soll er auch anderes sagen? Dass der VfL die Perspektive Champions League sieht, ist eben auch ein Teil der Entwicklung seit Ende 2012. Und die Perspektive ist wichtig - auch, um neue Spieler nach Wolfsburg zu locken. „Dieses Tempo zu drosselnd, ist schwierig“, weiß Allofs. „Deswegen wäre es auch aus wirtschaftlichen Gründen wichtig, das wieder zu erreichen.“ Und natürlich spiele in Gesprächen mit neuen Spielern „der Faktor internationaler Wettbewerb, idealerweise Champions League“ eine Rolle. „Das Ziel ist vor allem, zukünftig dauerhaft zu den besten Mannschaften in Deutschland zu gehören. Und ich hoffe natürlich, dass es auf diesem Weg keine Unterbrechung gibt.“

apa

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