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Willkommen in der Krise

VfL Wolfsburg Willkommen in der Krise

Eigentlich ist gar nichts passiert: Der VfL ist immer noch Siebter, der Rückstand auf Platz drei beträgt immer noch sieben Punkte. Und dennoch ist die Erkenntnis nach dem 1:1 (0:0) am Sonntag gegen den 1. FC Köln bitter:

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So sieht man aus, wenn man 1:1 verloren hat: Die VfLer Julian Draxler (l.) und Nicklas Bendtner nach dem Abpfiff gegen Köln.

Quelle: Photowerk (bb)

Wolfsburg Fußball-Bundesligist ist in dieser Saison kein Spitzenteam - in Sachen Einstellung nicht, in Sachen individueller Klasse nicht und fußballerisch schon gar nicht.

Dabei hatte sich der VfL gestern durch ein Tor des ansonsten schwachen Julian Draxler gegen einen halbwegs cleveren Gegner sogar zur Führung gemüht, konnte die aber nur acht Minuten halten, ehe Anthony Modeste einen Ballverlust von Sebastian Jung und passives Zweikampfverhalten von Dante zum Ausgleich nutzte.

Heimspiel in der VW-Arena: Der VfL Wolfsburg erzielte gegen Köln nur ein 1:1-Unentschieden.

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Das Wort „Krise“, dessen Benutzung in der vergangenen Woche noch Augenbrauenzucken bei den VfL-Verantwortlichen verursacht hatte, ist nun nicht mehr zu vermeiden: Ja, der VfL Wolfsburg ist in der schlimmsten sportlichen Krise der Ära Allofs/Hecking angekommen. Sechs Spiele nacheinander hat der Vizemeister der Vorsaison jetzt nicht gewonnen; die letzte Durststrecke dieser Art hatte es im September/Oktober 2012 am Ende der Magath-II-Ära gegeben. Schlimmer noch als die Ergebniskrise ist die Leistungskrise - individuell und mannschaftlich.

Individuell: Das deutsche Nationalspieler-Trio André Schürrle, Max Kruse und Draxler zeigte am Sonntag zu keiner Zeit und vorher zu selten, dass es in einem ganz normalen Bundesliga-Spiel den Unterschied ausmachen kann. Die Innenverteidiger Naldo und Dante machten haarsträubende Fehler im Spielaufbau. Der Rest schwimmt irgendwie mit; Lichtblick war gestern Vieirinha. Mannschaftlich: Im VfL-Spiel nach vorn gab‘s viel zu wenig Bewegung, keine Rhythmuswechsel und kaum Spielzüge, die eingeübt aussahen. Und: Die Struktur in dieser Mannschaft hat noch keine Leader-Figuren hervorgebracht, an der sich Mitspieler gleichermaßen reiben und aufrichten können.

Kurzum: Dieser VfL hat im Moment offenbar nicht das nötige Potenzial im Kader, um den Ansprüchen seiner sportlichen Leitung zu genügen. Dass er trotzdem rein rechnerisch die Spitzenplätze noch in Reichweite hat, ist schon die beste Nachricht des Tages.

apa

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