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Wieso geht da keiner rein, Mario?

VfL Wolfsburg Wieso geht da keiner rein, Mario?

Sinsheim. Mario Gomez schüttelte den Kopf. „Sowas“, sagte der neue Stürmer-Star des VfL, habe er „noch nie erlebt“. Der deutsche Nationalspieler meinte das unterhaltsame Fehlschuss-Festival beim 0:0 des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten bei 1899 Hoffenheim. Vor 23.300 Fans hätte der 31-Jährige seine ersten Bundesliga-Tore für den VfL machen müssen - es wurde nichts draus...

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Doppel-Chance - Mario Gomez über die VfL-Torchance in der 58. Minute: „Ich ärgere mich mehr über die erste Szene, in der zweiten hatte ich gar keine Orientierung. Ich sehe den Ball ganz lange, leider bin ich im letzten Moment etwas mit dem Abwehrspieler zusammengestoßen. So konnte ich den Ball nicht mehr dahin platzieren, wohin ich wollte.“

Quelle: imago sportfotodienst

Julian Draxler und er hatten beste Torchancen ausgelassen - und das in einem Spiel, das ganz locker 3:3 hätte ausgehen können. Am Ende waren es 40 Torschüsse, neuer Rekord in dieser Saison - und das torschussreichste 0:0 seit Torschüsse gezählt werden. Dabei war es von der Spielanlage her die beste Wolfsburger Vorstellung - wenn da nicht die klägliche Ausbeute gewesen wäre. Was muss passieren, damit Gomez solche Chancen nutzt? „Keine ständigen Fragen danach...“, antwortete Trainer Dieter Hecking und grinste. Und Manager Klaus Allofs, einst selbst ein Top-Torjäger, meinte dazu: „In der zweiten Halbzeit gab es eine Situation, die war symptomatisch. Nach einem langen Ball, den Mario sonst direkt macht. Aber wenn man die ersten Chancen nicht genutzt hat, will man es besonders genau machen. Und das kann auch falsch sein.“

Gomez sprach von der besten Saisonleistung. „Viele Dinge, die letztmals noch behäbig waren, waren diesmal besser. Es tut mir leid für die Mannschaft, dass ich kein Tor gemacht habe“, sagte er. „Das wichtigste am Fußball ist immer das Gefühl. Wenn du das Gefühl hast, da passiert nichts, ist es schwieriger, dann weißt du, du musst irgendwas ändern“, fügte der Wolfsburger hinzu. „Erstmal müssen die Chancen kommen, dann die Tore. Und die werden bald kommen.“

Übrigens: Bei seiner dicksten Chance, als Gomez in der zweiten Halbzeit gleich zweimal den Ball hätte im Tor unterbringen können, war plötzlich Blut an seiner Wange zu sehen. Er hatte sich auf die Lippe gebissen. Schmerzhafter war jedoch die Szene in der ersten Halbzeit, als er nach einem Foul von Niklas Süle einen Elfmeter haben wollte, doch Schiri Günter Perl pfiff nicht. 1899-Innenverteidiger Süle („Das war kein Elfmeter“) musste kurze Zeit später wegen einer Hüftverletzung runter. Auch Gomez trug Schaden davon: „Meine rechte Pobacke ist doppelt so dick als davor. Leider hat’s keiner gesehen“, meinte der Wolfsburger zu der Szene. „Ich mag den Schiri. Wirklich, er ist echt ein Netter. Und es war nicht seine Schuld, dass wir nicht gewonnen haben. Aber es ist doch symptomatisch, wenn ein Spieler fünf Minuten später mit einem Hüftschaden ausgewechselt werden muss.“

für die WAZ in Sinsheim: Engelbert Hensel

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