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Wie VfL-Nachwuchscoach Brauer Nationalelf-Star Mustafi formte

VfL Wolfsburg Wie VfL-Nachwuchscoach Brauer Nationalelf-Star Mustafi formte

Als Ersatz für den angeschlagenen Mats Hummels aufgestellt, in Stürmermanier das 1:0 erzielt: Shkodran Mustafi erwischte im ersten Gruppenspiel des deutschen Nationalteams bei der Fußball-EM gegen die Ukraine einen Sahnetag. Einer ist von den Qualitäten des Innenverteidigers schon länger überzeugt – VfL-B-Jugend-Coach Steffen Brauer.

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Applaus vom Ex-Trainer: VfL-Nachwuchscoach Steffen Brauer formte einst Nationalspieler und EM-Torschütze Shkodran Mustafi (kl. Bild).

Quelle: Gero Gerewitz / dpa

Er hatte den heute 24-Jährigen von 2006 bis 2009 im Jugendbereich des Hamburger SV unter seinen Fittichen.

„Es ist mir immer etwas unangenehm, über meine ehemaligen Spieler zu sprechen. Ich will mich nicht mit den Lorbeeren anderer schmücken“, sagt Brauer verhalten. Grund dies zu tun, hätte der 49-Jährige aber, schließlich hatte er maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Nationalspielers. „Shkodran hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Er ist ein ehrgeiziger und zielstrebiger Junge, der aber total bodenständig geblieben ist“, lobt der VfL-Coach dessen professionelle Einstellung.

Vom HSV über Everton und Sampdoria Genua führte Mustafis Weg bis hin nach Valencia. Seinen früheren Lehrmeister hat er nie aus den Augen verloren. Nach seinem Kopfballtor gegen die Ukraine postete Brauer auf seiner Facebook-Seite: „Mustafi!!!“. „Vor Kurzem haben wir ein längeres Telefonat geführt“, erzählt der Trainer.

Mittlerweile ist Mustafi beim FC Valencia eine feste Größe in der Innenverteidigung. Dabei wäre er beinahe Stürmer geworden, hätte da nicht Brauer seine Finger im Spiel gehabt. „Er hatte immer den Traum, im Angriff zu spielen. Dann haben wir einen gemeinsamen Weg eingeschlagen. Über die Sechser-Position ist er schließlich Abwehrspieler geworden“, erzählt der Trainer. Lob gab es dafür jüngst vom Spieler selbst: „Ohne Steffen wäre ich nicht Weltmeister geworden“, sagte Mustafi mal über den Wolfsburger. Eine große Ehre für den Nachwuchstrainer.

In der Innenverteidigung sieht Brauer Mustafi am stärksten. „Er ist ein guter Organisator und kann das Spiel lesen. Sein Abwehrverhalten ist stark und auch an seinem Spielaufbau hat er gearbeitet“, freut sich der Coach.

Sollte Hummels wieder fit sein, so glaubt Brauer, wird es jedoch schwer für Mustafi. „Shkodran steht hinter einem fitten Hummels, aber er wird seine Einsätze bekommen. Egal, wie sich der Bundestrainer entscheidet, Shkodran wird es wie immer sportlich und fair nehmen“, sagt Brauer. Und der muss es schließlich wissen.

von Marcel Westermann

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