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Werder Bremen: Ein gefährlicher Aufbaugegner

VfL Wolfsburg Werder Bremen: Ein gefährlicher Aufbaugegner

Bremen/Wolfsburg. Wenn angeschlagene Gegner wirklich besonders gefährlich sind, dann hat der VfL morgen (18.30 Uhr) ein ganz, ganz schweres Auswärtsspiel. Vier Spiele, vier Niederlagen, 14 Gegentore, Trainer-Rauswurf, letzter Platz in der Fußball-Bundesliga: Schwerer angeschlagen als Wolfsburg-Gastgeber Werder Bremen kann man kaum sein.

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Grün-weißer Doppelfrust: Werder (l. Clemens Fritz und Niklas Moisander) verlor am Mittwoch nach 1:0-Führung noch 1:2 gegen Mainz, der VfL (r. Philipp Wollscheid und Ricardo Rodriguez) kassierte tags zuvor ein 1:5 gegen Dortmund.

Quelle: imago sportfotodienst

VfL-Trainer Dieter Hecking hat Werder bei der Premiere von Interimstrainer Alexander Nouri am Mittwoch (1:2 gegen Mainz) vor Ort beobachtet. Sein Eindruck: „Das Publikum wird die Mannschaft unterstützen und helfen, da wird vom außen viel Stimmung reinkommen. Das war gegen uns schon in der vergangenen Saison so.“

Auch Wolfsburgs Manager Klaus Allofs, bis 2012 noch selbst bei Werder in sportlicher Verantwortung, weiß: „Man wird merken, dass der Verein in einer schweren Situation ist und noch mehr Unterstützung bekommt. Es wird ähnlich sein wie im April. Und auch wenn wir in der Favoritenrolle sind, müssen wir sehr gut spielen, um da diesmal etwas mitzunehmen.“

In der Rückrunde der vergangenen Saison verhalf der damals dauerhaft schwache VfL den angeschlagenen Bremern (auch vier Spiele ohne Sieg) mit einer Minus-Leistung zu einem 3:2-Sieg und damit zur Initialzündung im Kampf um den Klassenerhalt. Diesmal ist Bremen wieder in der Krise, während der VfL „nur“ die deutliche 1:5-Klatsche vom Dienstag gegen Dortmund aus den Köpfen kriegen muss. Trainer Hecking: „Wir haben das Dortmund-Spiel aufgearbeitet. In der Defensive haben wir zu viele Fehler gemacht. Aber am Ende standen 9:7 klare Torchancen für uns. Das geht mir ein bisschen unter. Ich sehe die Mannschaft trotz allem auf einem guten Weg. Und ich glaube nicht, dass uns die Niederlage gegen Dortmund von diesem Weg abbringen wird.“

Und womöglich sind die Krisen-Bremer, die in der Woche nach dem Wolfsburg-Spiel einen neuen Cheftrainer präsentieren wollen, ja der richtige - wenn auch gefährliche - Aufbaugegner für einen VfL, der zuletzt vor allem an seiner katastrophalen Chancenverwertung gescheitert war. Für Hecking ist es zumindest „gut, dass gleich am Samstag das nächste Spiel ist“, dann ist die „Zeit nicht zu lang“, um übermäßig viel an das 1:5 zu denken.

Nicht unwahrscheinlich ist zudem, dass der Wolfsburger Trainer morgen dieselbe Startelf ins Rennen schickt wie beim 1:5 gegen Borussia Dortmund. Auch in der Innenverteidigung, wo zuletzt weder Robin Knoche noch Philipp Wollscheid überzeugten und wo sich Eigengewächs Jannes Horn zuletzt aufdrängte, sieht Hecking nicht unbedingt Handlungsbedarf, denn: „Ich glaube nicht, dass wir nach einem Spiel gleich wieder alles in Frage stellen sollten, das ist im Moment nicht das Thema für mich.“

von Andreas Pahlmann

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