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Werder-Boss tritt gegen Allofs nach

VfL Wolfsburg Werder-Boss tritt gegen Allofs nach

Eines seiner größten Anliegen beim VfL ist die Jugendarbeit. Auch um mehr eigene Talente in die Fußball-Bundesliga zu bringen, wurde Klaus Allofs als Manager geholt. Wie Hohn klingt es da, dass sein ehemaliger Boss bei Werder Bremen genau in dieser Richtung nachtritt. Der Vorwurf: Allofs hat die Jugend ignoriert und nur eingekauft.

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Klaus und Klaus bei Werder (kl. Bild): Allofs (l.) und Fischer.

Vor knapp einem Jahr kam Allofs aus Bremen nach Wolfsburg. Nun tritt Werder-Boss Klaus-Dieter Fischer heftig nach. „Wir haben in den letzten drei Jahren nicht erreicht, was wir erreichen wollten. Weil wir zuvor zu viele Fehler gemacht haben“, sagt er in der Bild - und präzisiert: „Statt Spielern einen Vertrag zu geben, die wir selbst ausgebildet hatten, haben wir eingekauft. Nach vielen erfolgreichen Transfers in den letzten Jahren weit weniger erfolgreich. Wir waren abgehoben und zu euphorisch.“

Rumms! Volle Breitseite gegen Allofs, dem damit der Schwarze Peter an der sportlichen und finanziellen Schieflage zugeschoben wird. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Jugendarbeit von Allofs und Ex-Trainer Thomas Schaaf. „Was die Nachwuchsförderung betrifft, habe ich der sportlichen Leitung Spieler präsentiert, die aus Sicht der Nachwuchsabteilung den Sprung zu den Profis schaffen konnten. Das wurde nicht wie gewünscht erhört“, so Fischer. Unter dem neuen Werder-Trainer Robin Dutt sei die Durchlässigkeit zwischen der zweiten Mannschaft und der Profi-Abteilung laut des Vereinschefs „wesentlich besser“.

Kuriose Vorwürfe, denn Allofs arbeitet beim VfL mit Nachdruck an der Jugendarbeit, sagt: „Die Durchlässigkeit in der gesamten Jugendabteilung bis hin zur Bundesliga-Mannschaft ist besser geworden. Das sieht man an den vielen Talenten. Aber es gibt immer noch einiges zu tun.“ Und er kontert die Fischer-Vorwürfe: „Der Erfolg hat viele Väter, der Misserfolg eher wenige. Spieler wie Mertesacker, Özil, Klose, Pizarro, Ismael, Davala oder Micoud wären ohne Schaaf und Allofs nie in Bremen gelandet.“

rs

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