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„Wenn ich‘s nicht mache, wer dann?“

VfL Wolfsburg „Wenn ich‘s nicht mache, wer dann?“

Im Derby gegen Braunschweig hatte er sich wieder viel zu oft zu spät vom Ball getrennt, in Augsburg machte es Diego dann nach der Pause besser. „Da war er der Fixpunkt, darum haben wir das Spiel gedreht“, lobte VfL-Trainer Dieter Hecking seinen Spielmacher gestern nochmal - und unterstrich damit erneut: Beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten hängt noch immer ganz viel davon ab, wie Diego sein Spiel anlegt.

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Fixpunkt in Augsburg: VfL-Spielmacher Diego.

Schneller spielen, aber trotzdem den Rhythmus bestimmen - Diego und Hecking führten zu diesem Thema ein Vier-Augen-Gespräch. Hecking: „Da hat er mir gesagt: ,Trainer, wenn ich das nicht mache, wer macht es denn dann? Ich muss es doch probieren!‘“

Doch genau dann ist er anfällig für Fehler. Der Trainer weiter: „Er macht geniale Sachen, aber es gibt eben auch den Moment, in dem man sich draußen sagt: Mensch, trenn‘ dich doch eher vom Ball. Das ist der schmale Grat in seiner Spielweise. Dennoch ist es nicht so, dass ich ihn da komplett bremsen möchte.“

Schon vor dem Pokalspiel gegen Aalen hatte Wolfsburgs Trainer von Diego gefordert, dass er sich schneller vom Ball trennen soll. „Er arbeitet daran, das ist für mich das Wichtigste“, so Hecking.

Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick auf die Statistik: Kein Zehner der Liga hat so viele Ballkontakte wie Diego, aber seine Passquote ist im Vergleich nicht so überragend - weil seine Mitspieler oft schon nicht mehr anspielbar sind, wenn sich Diego dann doch endlich vom Ball trennen will. „Ich werde ihn nie dazu erziehen, dass er seine Spielweise generell verändern muss“, sagt Hecking. „Aber wenn Diego mit weniger Ballkontakten spiele, dann „tut das der Mannschaft und seiner eigenen Spielweise gut, weil er ein unglaublich gutes Gefühl für den Raum hat“.

eh/apa

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