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Weniger Geld für den VfL? Allofs sieht‘s gelassen

VfL Wolfsburg Weniger Geld für den VfL? Allofs sieht‘s gelassen

Dass in der Fußball-Bundesliga am Freitag mit Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg die Prototypen der deutschen Werksklubs aufeinandertreffen, ist ein schöner Zufall. Denn unmittelbar vor diesem Duell hat die Diskussion um eine neue TV-Einnahmen-Verteilung zu Gunsten vermeintlicher Traditionsklubs weitere Nahrung erhalten.

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Duell der Werksklubs: Der VfL (r. André Schürrle) tritt am Freitag bei Bayer Leverkusen (l. Kyriakos Papadopoulos) an.

Quelle: Photowerk (bb)

Grund: Sechs Bundesligisten haben sich zum „Team Marktwert“ zusammengeschlossen.

Der HSV, der VfB Stuttgart, der 1. FC Köln, Hertha BSC, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt wollen mit ihrer Interessengemeinschaft für einen neuen Schlüssel bei der Verteilung der TV-Milliarden kämpfen. Ihr Ziel: Nicht nur die Tabellenplätze sollen berücksichtigt werden, sondern auch weiche Faktoren wie Fanzahlen, Fernseh-Einschaltquoten oder sogar Aktivitäten in den sozialen Netzwerken. Angestrebt wird so eine Umverteilung - Klubs wie der VfL Wolfsburg sollen weniger Geld erhalten, Vereine mit großer Fan-Basis dafür mehr.

Beim VfL sieht man den Vorstoß gelassen. „Ich glaube nicht, dass wir es da zu einer Frontenbildung kommen lassen müssen“, so Manager Klaus Allofs gegenüber der WAZ. „Da durch die neuen TV-Verträge demnächst hoffentlich mehr Geld zu verteilen ist, versucht sich jeder besonders gut zu positionieren. Das ist doch legitim.“ Allerdings, so gibt Allofs zu bedenken: „Die Verteilung nach Tabellenplätzen wie bisher war meiner Meinung nach solidarisch und hat gut funktioniert.“

Sollen demnächst andere Kriterien dazukommen, könne man darüber reden. Einschaltquoten bei Sky oder Fanzahlen seien aber „schwierig“, findet Allofs, weil sie sich nicht so einfach objektiv erheben lassen. Und: „Wir müssen dann auch über weitere Faktoren reden - etwa über Vorteile der Klubs, die international spielen. Oder über das Verhältnis von Zuschauer- zu Einwohnerzahlen.“ Es müssten eben „Kriterien sein, die sinnvoll sind.“ Und: „Kriterien dieser Art sollten dann höchstens auf fünf oder bestenfalls zehn Prozent“ der zu verteilenden Gelder angewendet werden.

Mit Bayer Leverkusen, einem dem VfL in vielerlei Hinsicht ähnlichen Werksklub, stehen die Wolfsburger ohnehin in engem Kontakt. „Wir werden da sicher auch am Rande des Spiels am Freitag drüber reden“, so Allofs. Schon beim Vorschlag von Andreas Rettig (St. Pauli), Werksklubs ganz aus der TV-Vermarktung auszuschließen, habe der VfL „schon eng mit Bayer zusammengearbeitet.“

apa

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