Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Weil Olic spät trifft: Es bleibt spannend

VfL Wolfsburg Weil Olic spät trifft: Es bleibt spannend

Nach einer enttäuschenden Saison hat sich der VfB Stuttgart doch noch vorzeitig den Klassenverbleib gesichert, der VfL Wolfsburg kann die Qualifikation für die Champions League noch packen. Die Schwaben unterlagen zwar in einer niveauarmen Partie gegen die Niedersachsen mit 1:2 (0:1), wendeten aber dennoch den Fußball-Betriebsunfall noch einmal ab.

Voriger Artikel
Ein Typ wie Naldo: VfL schaut auf Dedé
Nächster Artikel
Olic stellt seinen Tor-Rekord ein

Last-Minute-Sieg: Christian Träsch (l.) und die Wolfsburger siegten mit 2:1 in Stuttgart.

Im 50. Bundesligaspiel von Dieter Hecking auf der Wolfsburger Trainerbank holte der VfL den 75. Auswärtssieg der Vereinshistorie und liegt nur einen Punkt hinter dem Vierten Bayer Leverkusen. Die Stuttgarter schließen ihre verkorkste Saison kommende Woche bei Rekordmeister FC Bayern München ab; der VfL will zuhause gegen den direkten Champions-League-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach noch hochklettern, benötigt aber Schützenhilfe.

Vor 58.000 Zuschauern hatte Kevin de Bruyne (13. Minute) die spielbestimmenden Gäste in Führung gebracht. Nach dem Wechsel sorgte Christian Gentner (62.) für den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Ivica Olic (90.+1) mit seinem 14. Saisontor nach einem dicken Fehler des eingewechselten Arthur Boka das Siegtor für den VfL erzielte.

Die Spieler des VfL Wolfsburg bedanken sich nach dem mit 2:1 gewonnenen Spiel bei ihren Fans.

Zur Bildergalerie

Für Cacau, der mit seinem Nachwuchs als Ballkinder einlief, hieß es in seinem 262. Bundesligaspiel für den VfB von den eigenen Fans Abschied nehmen. Nach elf Jahren verlässt der frühere Nationalstürmer den Club im Sommer, wie Sportvorstand Fredi Bobic im Stadionmagazin schrieb. Eine offizielle Verabschiedung des 33-Jährigen sowie von Boka (Malaga) und Ibrahima Traoré (Mönchengladbach) soll zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden.

Für übertriebene Rührseligkeit war bei Huub Stevens kein Platz. Der VfB-Trainer konnte trotz schwerer Schulterverletzung auf Martin Harnik bauen, in der Offensive lief bei den zunächst abwartenden Schwaben kaum etwas. Die Niedersachsen dagegen ließen den Ball gut laufen und gingen verdient in Führung. Nach einer Ecke von Ricardo Rodriguez herrschte im 16er Chaos, Stuttgarts Kapitän Gentner konnte den Ball nicht richtig klären - de Bruyne knallte ihn von der Strafraumgrenze ins Netz.

Die Partie verflachte danach merklich, die Wolfsburger behielten dennoch die Kontrolle über das Geschehen auf dem Rasen. Die Schwaben mühten sich, doch die Schüsse von Cacau (19./40.) sorgten nicht wirklich für Sorgenfalten beim Schweizer VfL-Keeper Diego Benaglio.

Richtige Spannung im Abstiegskampf kam angesichts der unfreiwilligen Mithilfe der direkten VfB-Konkurrenten aus Nürnberg und Hamburg nicht mehr groß auf, Aha-Momente gab es dennoch. Nach einem Pass von Cacau, der unter großem Beifall später in der 75. Minute symbolträchtig gegen Youngster Timo Werner ausgewechselt wurde, überlief Gentner die Wolfsburger Deckung und ließ die schwäbischen Fans mit seinem vierten Saisontor jubeln. Traoré (74.) verpasste für die deutlich agileren Stuttgarter mit einem Linksschuss an den Außenpfosten das 2:1. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich Olic.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
VfL Wolfsburg
VfL-Jubel in Stuttgart: Vieirinha, Christian Träsch, Robin Knoche, Maxi Arnold, Diego Benaglio, Daniel Caligiuri, Naldo, Marcel Schäfer, Patrick Ochs und Ricardo Rodriguez (v. l.).

Vier, fünf oder sechs – die Entscheidung, auf welchem Tabellenplatz der VfL diese starke Saison in der Fußball-Bundesliga beendet, fällt erst am letzten Spieltag. In einem echten Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach geht‘s für beide um den besten Europa-League-Platz. Und wenn Leverkusen gegen Bremen patzt, ist für den Sieger der Partie in der VW-Arena auch die Champions-League-Qualifikation drin.

mehr