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Vier Fragen vor der Ismaël-Premiere

VfL Wolfsburg Vier Fragen vor der Ismaël-Premiere

Wolfsburg. Das erste Spiel nach der Ära Dieter Hecking beim VfL - am Samstag (15.30 Uhr) muss der auf Platz 14 abgestürzte Wolfsburger Fußball-Bundesligist zum Keller-Duell bei Darmstadt 98 ran. Die wichtigsten Fragen vorm ersten Spiel von VfL-Interimstrainer Valérien Ismaël:

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Eine mögliche Änderung in der VfL-Startelf: Ricardo Rodriguez (M.) spielte im Training am Mittwoch nicht hinten links, sondern in der Innenverteidigung.

Quelle: Roland Hermstein
Wie packt Ismaël die völlig verunsicherte Mannschaft an?

Der Deutsch-Franzose führt viele Einzelgespräche. Im Vergleich zu Hecking verzichtet er darauf, das Trainingsspiel zu unterbrechen. Er ruft die Dinge lieber rein, klascht aufmunternd und liebt Vollgas-Fußball. „Wir hatten jetzt zwei Einheiten mit Valérien, die ersten Eindrücke sind sehr gut“, sagt Kapitän Diego Benaglio, der gegen den neuen Coach noch selbst gespielt hatte. „Er ist sehr ehrgeizig, das hat er auf dem Platz schon immer ausgestrahlt.“ Und er sei schon „als Spieler eine Persönlichkeit“ gewesen.

Baut Ismaël die Startelf um?

Ja! Im Training am Mittwoch deutete sich bereits an, wie er es machen könnte. Der 41-Jährige ließ die vermeintliche A-Defensive gegen die vermeintliche A-Offensive spielen. In der Vierer-Abwehrkette spielten von rechts Carlos Ascues, Abwehrchef Jeffrey Bruma, der etatmäßige Linksverteidiger Ricardo Rodriguez und links Talent Jannes Horn. Rodriguez innen und nicht hinten links? Denkbar! Vor der Abwehrkette gab Luiz Gustavo den einzigen Sechser. Überraschungen gab‘s auch in der Offensive: Neuzugang Yannick Gerhardt, bei Hecking Sechser, spielte links im Mittelfeld. Zentral durfte Julian Draxler ran, rechts der wiedergenesene Jakub Blaszczykowski, Maxi Arnold spielte im defensiven Mittelfeld, vorn stürmte Mario Gomez. Ismaël will den Null-Tore-Stürmer besser in Position bringen, damit er endlich trifft. Im Training am Mittwoch traf er - nach einem Zuspiel des schnellen Gerhardt...

Warum ist unter Ismaël im Training mehr Feuer drin?

Diego Benaglio schüttelte etwas ungläubig den Kopf und bestätigte dann: „Es ist sehr viel Leben da, sehr viel Feuer - für mich ist es ein unerklärbares Phänomen: Du tauscht eine Person aus und das Ganze macht wieder einen anderen Eindruck.“ Dabei habe Hecking in den vergangenen Wochen nichts anders gemacht als in der Zeit, „als wir unter ihm erfolgreich waren. Aber manchmal sind es diese kleinen Impulse, die Dinge verändern“, so Benaglio weiter. Noch wichtiger: Gomez und Co. müssen diese neue Leidenschaft auch am Samstag in Darmstadt zeigen.

Muss Ismaël jetzt in Sachen Familie kürzertreten?

Seine Karolina und die Kinder leben in München. Aber der VfL-Interimscoach hat auch eine Wohnung in Wolfsburg. „Es ist nicht so, dass ich jeden Tag nach Hause fahre“, sagt er und betont: „Meine ganze Aufmerksamkeit und meine ganze Energie gehören in solch einer Phase dem VfL.“ Statt zur Familie zu fliegen, fliegt die jetzt häufiger zu ihm nach Wolfsburg.

eh

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