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Vieirinha: „Das war ein Gänsehaut-Moment“

VfL Wolfsburg Vieirinha: „Das war ein Gänsehaut-Moment“

Wolfsburg. Am 10. Juli machte sich Vieirinha in seiner Heimat unsterblich – in dem er mit Portugal das EM-Finale gegen Frankreich gewann. Gestern kehrte er mit seiner Familie aus dem Griechenland-Urlaub nach Meine zurück, heute muss der Europameister des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten wieder beim VfL ran.

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Sommer-Highlights: Zunächst gewann VfL-Profi Vieirinha mit Portugal bei der EM den Titel. Dann entspannte der Nationalspieler mit seiner Familie in Griechenland am Strand.

Quelle: imago sportfotodienst

Zuvor sprach die Nummer 8 mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel über die schönsten Tage seiner Karriere und über seine Zukunft.

Haben Sie die besten Wochen Ihres Lebens hinter sich?
Klar, die ersten Tage nach dem Titelgewinn waren die besten, die ich als Fußballer je erleben durfte.

Was war so besonders?
Das ist schwer in Worte zu fassen. Für meine Nationalmannschafts-Kollegen und mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Seit 2004, als wir in unserem Land das EM-Finale gegen die Griechen verloren haben, haben wir gehofft, dass wir das wieder gutmachen können – jetzt war es endlich so weit. Der beste Augenblick war, als ich nach dem Sieg gegen die Franzosen die Treppe zur Siegerehrung hinaufgegangen bin und dann der Pokal überreicht wurde – das war unfassbar, das war ein Gänsehaut-Moment.

Sie hatten vor der Europameisterschaft in der WAZ gesagt: „Wir können vom Titel träumen“. Erinnern Sie sich noch an diese Aussage?
Ja, klar. Aber das habe ich nicht nur zu Ihnen gesagt. Auch meinen Freunden in Portugal gegenüber habe ich mich so geäußert. Ich wusste immer: Unsere Mannschaft ist bärenstark...

In der Gruppenphase war das eher selten der Fall, da drohte das vorzeitige Aus.
Ja, das stimmt. Irgendwie hatte ich da das Gefühl, alle sind gegen uns. Aber das hat uns nur noch stärker gemacht.

In der Gruppenphase waren Sie hinten rechts noch gesetzt, danach spielte nur noch Cédric Soares – wie hart war das für Sie, auf die Bank zu müssen?
Es ist nie schön, auf der Bank zu sitzen. Aber es hat ja nach dem letzten Gruppenspiel beim 3:3 gegen Ungarn nicht nur mich getroffen. Der Trainer wollte Veränderungen – und danach haben wir angefangen zu gewinnen. Denken Sie nur an das Achtelfinale gegen die Kroaten. Viele Menschen haben geglaubt, ein Superstar wie Cristiano Ronaldo kann nicht grätschen und verteidigen. Er kann es doch. Wir wollten nur eins – das Finale.

In dem musste Ronaldo früh verletzt raus – und dann hat er den Co-Trainer von Fernando Santos gegeben...
Cristiano ist immer Cristiano, er verstellt sich nicht. Er ist einfach immer er selbst. In diesem Moment hat er einfach gedacht, dass die Spieler noch eine Extra-Motivation brauchen, deshalb ist er da so wild an der Seite herumgetobt. Er wollte helfen.

Während der EM gab‘s Spekulationen, dass Sie nach Griechenland zu PAOK Saloniki zurückkehren wollen.
Ja, ich kann mir schon vorstellen, einmal wieder im Heimatland meiner Frau zu spielen. Jeden Winter und jeden Sommer gibt es Spekulationen, dass ich zu PAOK zurückkehre. Aber ich bin immer noch VfL-Spieler und habe noch zwei Jahre Vertrag.

Heißt: Sie spielen auch in der neuen Saison in Wolfsburg?
Momentan ist das der Stand. Aber niemand weiß, was bis zum Ende der Transferperiode am 31. August noch alles passieren kann.

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