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VfL übt weiter das Ohne-Diego-System

VfL Wolfsburg VfL übt weiter das Ohne-Diego-System

Diego spielt nicht mehr für den VfL - aber die Diskussion um den Ex-Spielmacher des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten wird noch etwas anhalten. Denn nach wie vor stellt sich Frage: Wie spielt der VfL ohne ihn? Wie sehr fehlt er?

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Gestern im Training: Kevin De Bruyne und Dieter Hecking in Wolfsburg, Diego (kl. Bild) bei Atletico Madrid.

Quelle: Imago 15644261

Die Spieldaten dieser Saison (Tabellen rechts) zeigen, wo Diego (jetzt Atletico Madrid) beim VfL Akzente gesetzt hat - er war so oft am Ball wie kein anderer Offensivspieler, er gewann mehr Zweikämpfe als seine Nebenleute und war vergleichsweise passsicher. Was die Zahlen nicht verraten: Oft war‘s auch ein Dribbling zu viel, ein Ballkontakt mehr als nötig - so nahm er die Geschwindigkeit aus dem VfL-Spiel. Und seine Effizienz (sieben Torbeteiligungen) war nicht überragend.

Genau hier setzte VfL-Trainer Dieter Hecking gestern an, als er im Training wieder verschärft das Ohne-Diego-System üben ließ. Schnelles Spiel in die Spitze war gefordert, mit Neuzugang Kevin De Bruyne als Taktgeber. „Kevin ist ein anderer Spielertyp als Diego“, so Hecking, „wir bekommen jetzt vielleicht mehr Möglichkeiten, schneller in die Tiefe zu spielen.“ Seine Spieler „müssen dafür aber mehr den Blick nach vorn haben“, auch beim 1:2 auf Schalke habe sein Team noch „zu häufig in die Breite gespielt, dadurch uns den Schwung genommen“.

In einem Bereich allerdings wird Diego wohl unersetzbar bleiben: Er wurde so oft gefoult wie kein anderer Spieler des VfL (53 Mal), sein Durchschnittswert (3,53 Mal pro Spiel) ist Liga-Spitze. „Das ist ein Faktor“, meinte am vergangenen Wochenende auch Schalke-Trainer Jens Keller. „Wenn der Gegner einen Diego dabei hat, weiß man schon, dass er viele Standardsituationen rausholen wird. Darauf hatte man sich beim VfL in der Vergangenheit immer einstellen müssen.“

apa/eh

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